Für die BasCats USC Heidelberg geht es im Topspiel der 2. Damen-Basketball-Bundesliga Süd gegen die VIMODROM Baskets Jena um die Verteidigung des zweiten Tabellenplatzes. Die Partie gegen den Tabellendritten aus Thüringen beginnt diesmal zu ungewohnter Stunde am Sonntag um 17 Uhr in der alten Halle des ISSW. Wegen des „Weltfrauentages“ haben Frauen zu dieser Partie freien Eintritt.

Im Hinspiel siegten die Heidelbergerinnen kurz vor Weihnachten mit 64:60, doch Jena ist mittlerweile ein ganz anderes Team. Und das wegen nur einer Spielerin. Die wurfgewaltige US-Amerikanerin Taylor Robertson kam im Januar vom Erstligisten Halle zum ambitionierten Neuling Jena und seitdem hat Jena in allen Spielen über 80 Punkte erzielt, sogar bei der 82:85-Niederlage bei Spitzenreiter Bad Homburg. „Wenn sie das auch bei uns tun, glaube ich kaum, dass wir gewinnen werden“, sagte BasCats-Cheftrainer René Spandauw vor dieser ganz schweren Aufgabe. Robertson hat bisher im Schnitt 23 Punkte, fünf Rebounds und vier Assists in Statistik stehen. Bei ihren vier Einsätzen hat sie 55 Distanzwürfe versucht und davon 24 getroffen (43,6 Prozent). „Sie ist die beste Werferin der ganzen 2. Liga“, findet Spandauw.
Unter dem Korb wartet die ganz „große“ Herausforderung. Die Lettin Marta Miscenko ist 1,96 Meter groß und macht 17 Punkte und zwölf Rebounds im Schnitt. Mit Aufbauspielerin Leila Walker und Power Forward Cianna Gloster stehen zwei weitere Importspielerinnen im Kader von Trainerin Sandra Rosanke. Zu beachten ist auch Annika Schwarz, die im Hinspiel vier Dreier versenkte.
Jena liegt mit zwölf Siegen und fünf Niederlagen zwei Punkte hinter Heidelberg auf Rang drei. Bei einer Niederlage sollten die BasCats zumindest den direkten Vergleich holen, um Zweiter zu bleiben. In diesem Zusammenhang könnte der kassierte 0:7-Lauf gegen Ende des Hinspiels noch wehtun.
Heidelberg hat im Gegensatz zum Hinspiel nun Melanie Hoyt, Greta Gomann, Julia Wroblewski und Lotta Simon dabei, auch Center Anne Zipser konnte damals nicht spielen. Simon war allerdings diese Woche krank, so dass hinter ihr ein Fragezeichen steht. Definitiv ausfallen wird Leni Schramm-Bünning, ebenso wie Carla Koch.
„Es wird interessant“, verspricht René Spandauw, „wir haben uns taktisch etwas überlegt.“ Die Konstellation sollte die Fans eigentlich in Scharen anlocken. Zu Gast sind auch wieder einige Spielerinnen des Fußball-Bundesligisten TSG Hoffenheim und erstmals die Volleyballerinnen des Heidelberger TV, die von den BasCats am Samstag besucht werden.
Michael Rappe
So lief das Hinspiel am 20.12.2025:
Stenogramm: 2:9 (3.),9:15 (10.), 17:15 (15.), 29:24 (Halbzeit), 44:44 (30.), 50:54 (34.), 50:61 (37.), 53:64 (38.), 60:64 (Endstand).
Baskets Jena: Gloster 19, Schwarz 15/4, Walker 12/2, Miscenko 9, Heck 3, Kajan 2, A. Rosanke, J. Rosanke, Thiele.
USC BasCats: Moten 22/2, Wuckel 21/3, Oden 10/1, Fairley 9/1, Koch 2, Irthum, Laabs, Metz, Schramm-Bünning, Schüle.
Rebounds (Jena/BasCats): 40:39 (Gloster 7, Heck 7, Miscenko 6 – Moten 8, Wuckel 7, Fairley 5, Oden 5)
Dreier: 29:23% (6/21:7/30)
Freiwurfquote: 64:53%
Assists: 12:7 (Miscenko 6 – Moten 5)
Steals: 7:13 (Walker 3, Kajan 3 – Oden 6)
Beitragsbild: Anna-Lisa Wuckel (hier gegen Würzburg) erzielte beim Hinspiel in Jena 21 Punkte. Foto: Andreas Gieser