8. Januar 2026

MLP Academics scheiden aus BCL aus

Die MLP Academics Heidelberg verabschieden sich mit einer 71:78-Niederlage (Q1 22:16 / Q2 16:22 / Q3 18:15 / Q4 15:25) gegen ERA Nymburk aus der Basketball Champions League. Fast 29 Minuten Führung reichen nicht, um den Ausgleich in der Best-of-Three Serie um den Einzug in die Best of 16 zu erzielen. Topscorer der Academics wird DJ Horne mit 12 Punkten. Bereits am Freitag reisen die Heidelberger weiter nach Berlin, wo am Sonntag, den 11. Januar, um 15 Uhr auswärts gegen die Albatrosse die nächste Herausforderung wartet. Alle Spiele der MLP Academics Heidelberg live und auf Abruf bei Dyn.

Guter Start

Die guten Nachrichten vorneweg: Die Academics können mit Kevin McClain, Mateo Seric und Eric Reed Jr. drei Spieler, die zuletzt krankheitsbedingt ausfielen, wieder auf dem Feld begrüßen. Die Rotation wird also trotz der Ausfälle von Noah Koch (Sprunggelenk), Sam Williamson (Knie) und Michael Weathers (Oberschenkel) wieder breiter.

Und diese guten Nachrichten übertragen sich auch direkt auf das Parkett. Die Academics gehen mit einer frühen Führung in die Partie, von Anfang an ist mehr Bewegung, mehr Intensität und mehr Ruhe auf dem Feld zu sehen. Die Heidelberger zeigen immer wieder gute und sehenswerte Aktionen, schöne Assists und belohnen sich an diesem Abend auch endlich dafür. Auch in der Verteidigung sind die Jungs vom Neckar hellwach, Niki Würzner und Mateo Seric klauen zwei Mal lupenrein den Ball und können vorne punkten oder kommen zu Freiwürfen. Mit noch 3:42 Minuten auf der Uhr und einem 15:8 auf der Anzeigetafel bittet ein sichtlich unzufriedener Oren Amiel sein Team zur ersten Auszeit der Partie.

Nymburk kommt zurück

Die Academics haben lange die Kontrolle über die Partie, lassen dann in den letzten zwei Minuten vor der Halbzeit jedoch völlig unnötig einen 2:7-Lauf zu und gehen mit einem ausgeglichenen 38:38 in die Halbzeitpause. Auch ohne den Topscorer der Tschechen, Sir‘ Jabari Rice lässt sich Nymburk nicht abschütteln. Mitte des dritten Viertels wirft DJ Horne seine Heidelberger per Dreier zur ersten zweistelligen Führung des Spiels, im Anschluss muss Osun Osunniyi mit seinem vierten Foul vorerst Platz nehmen. Die Tschechen kommen daraufhin erneut zurück, verkürzen den Rückstand abermals und lassen die Academics lediglich mit einer Drei-Punkte-Führung in das Schlussviertel gehen. Vor allem der Offensivrebound bereitet den Heidelbergern Kopfschmerzen. Vor dem vierten Viertel schnappen sich die Tschechen 15 zweite Chancen, die in 15 Punkten resultieren, auf Seiten der Academics sind es lediglich zwei Offensivrebounds, die sich nicht in Punkte ummünzen lassen.

Das letzte vierte Viertel?

Auch im Schlussviertel sind es die Offensivrebounds, die den Academics immer wieder wehtun. Nymburk kommt weiter heran und kann Mitte des Viertels erstmals seit dem ersten Viertel (5:4) wieder die Führung übernehmen. Jeweils vier persönliche Fouls von DJ Horne, Niklas Würzner, Dusan Neskovic und Osun Osunniyi sind in dieser Phase natürlich ebenfalls nicht hilfreich. Mit noch 2:26 Minuten auf der Uhr muss DJ Horne dann mit seinem fünften Foul auf der Bank Platz nehmen und steht seinen Heidelbergern in der Crunchtime nicht mehr zur Verfügung. Die Academics bäumen sich nochmal auf, Eric Reed bringt sein Team mit einem Wurf aus dem Dribbling nochmal heran, im Gegenzug ist es dann Jaromir Bohacik mit einem seiner insgesamt sechs Dreier, die den Heidelbergern an diesem Abend besonders wehtun. 23 Punkte erzielt Bohacik in dieser Partie und ist meistens dann zur Stelle, wenn die Tschechen Zählbares brauchen. Bestes Beispiel: Die Academics spielen 20,5 Sekunden gute Verteidigung, dann geht der Ball mit viel Glück nochmal raus zu Nymburks Nummer 17 und der drückt mit 3,5 Sekunden auf der Wurfuhr ab – und trifft. Die nachfolgenden Sekunden reichen nicht, um hier noch einmal zurückzukommen. Die Heidelberger zeigen erneut gute Ansätze, müssen sich jedoch mit einer 71:78-Niederlage aus der ersten Basketball Champions League Saison verabschieden.

Stimmen zum Spiel

„Heute hatten wir viele gute Elemente, wir hatten eine Chance, auf einer 8/10 Punkte Führung in der zweiten Hälfte aufzubauen, das hätten wir besser nutzen müssen. Einige Fehler, zwei schlechte Minuten und Nymburk ist zurück. Am Ende war es ein großer Kampf. Ich hoffe, dass wir es schaffen werden, so ein Spiel mit mehr Mut zu beenden. Wir verkrampfen in den letzten fünf Minuten und haben dann keinen Rhythmus in unseren Spielzügen. Wenn wir verkrampfen, tendieren wir dazu, den wichtigsten Punkt in unserem Spiel zu vergessen – die Defense. Nymburk lebt von ihrem Rebounding, unsere Eins gegen Eins Defense war nicht gut. Die grundlegenden Dinge gewinnen am Ende Spiele und wir haben heute am Ende den Fokus auf diese Dinge verloren.“ – Danny Jansson, Headcoach der MLP Academics.

„Wir haben 30 bis 35 Minuten lang ziemlich guten Basketball gespielt. Das Problem war, dass wir kurze Phasen hatten, in denen fast nichts funktionierte, wir nicht genug Rebounds holten, im Angriff nicht konsequent genug waren und unter dem Druck die Nerven verloren. Insgesamt hatte ich das Gefühl, dass wir es schaffen können, aber am Ende haben uns ein paar verpasste Spielzüge hier und da, schlechte Rebounds hier und da und am Ende einige schwierige Würfe der Gegner den Sieg gekostet.“ – Marcel Keßen

Eva Birkelbach
MLP Academics Heidelberg
Medien und Kommunikation