Die MLP Academics Heidelberg verlieren gegen den amtierenden Pokalsieger BMA 365 Bamberg Baskets mit 85:99 (Q1 21:21 / Q2 27:33 / Q3 12:21 / Q4 24:24). Gegen starke Trefferquoten von nahezu überall bei den Bambergern können die Jungs vom Neckar nicht genug entgegensetzen. Topscorer wird DJ Horne mit 16 Punkten, fünf Assists und zwei Steals. Bereits nächstes Wochenende spielen die Academics erneut im heimischen SNP dome. Tip-Off gegen ratiopharm ulm ist am Sonntag, den 29. März, um 18 Uhr. Alle Spiele der MLP Academics Heidelberg live und auf Abruf bei Dyn.
Ohne Eric Reed Jr., der aufgrund der Ausländerregelung in dieser Partie aussetzt, treten die Heidelberger zum allerersten Mal in dieser Spielzeit vollzählig und ohne Verletzungsausfälle an. Zunächst gelingt den Jungs vom Neckar ein guter Start, Osun Osunniyi sorgt nach schönem Zuspiel von Sam Williamson für die ersten Heidelberger Punkte und die 2:0-Führung. Die Academics sind aggressiv in der Verteidigung, haben immer wieder die Hände dazwischen und lassen kaum einfache Abschlüsse zu. Doch die Bamberger kommen mit dem Selbstvertrauen eines Pokalsiegers in den SNP dome, schalten schnell einen Gang höher und zwingen die Academics mit einem 10:0-Lauf zur ersten Auszeit nach vier Minuten.

Und in dieser scheint Headcoach Carlo Finetti die richtigen Worte gefunden zu haben. Die Jungs vom Neckar finden ihren offensiven Rhythmus immer besser, treffen ihre Würfe zunehmend und starten nach der Auszeit einen eigenen 17:6-Lauf, der das Spiel wieder offen gestaltet. Vor allem DJ Horne läuft in dieser Phase heiß, steht nach den ersten zehn Minuten bereits bei elf Punkten. Spätestens Marcel Keßen bringt die Fans mit einem weiteren Dreier im ausverkauften SNP dome endgültig auf Betriebstemperatur. Weil die Baskets immer wieder eine passende Antwort finden und hochprozentig treffen, bleibt es eine enge und intensive Partie. Mit der Sirene zur Pause treffen die Bamberger den Dreier zur 54:48-Halbzeitführung. Offensiv wird Carlo Finetti mit 48 Punkten sicherlich zufrieden sein, defensiv sind 54 erlaubte Punkte jedoch eindeutig zu viel, bei bereits zehn getroffenen Dreiern von Bamberg aber schnell zu erklären.
Auch nach der Halbzeit ist es ein Spiel auf Augenhöhe, die Bamberger lassen die Heidelberger nicht zu nah herankommen, haben immer die passende Antwort parat und treffen weiter starke 50% von jenseits der Dreierlinie. Die Academics laufen somit konstant einem Rückstand hinterher, der sich meistens zwischen sechs bis zehn Punkten Abstand bewegt. Kurz vor dem Schlussviertel scheinen die Gäste nahezu aus jeder Lage zu treffen, selbst der schwierigste Wurf findet seinen Weg in den Korb, mit einem 14-Punkte-Rückstand geht es für die Jungs vom Neckar in die letzte Viertelpause.
Ungläubiges Kopfschütteln ist nach jedem Bamberger Treffer immer häufiger auf der Tribüne zu sehen, die Baskets lassen sich einfach nicht stoppen und kühlen nicht einmal ansatzweise ab. Der Rückstand aus Sicht der Academics wird größer und größer, es zeigt sich in dieser Phase immer wieder das Selbstvertrauen eines Pokalsiegers und das des Tabellenvorletzten. Was auf der einen Seite mühelos erscheint, wird auf der anderen Seite hart erarbeitet. Die Heidelberger geben sich nicht auf, können jedoch schlussendlich der Bamberger Firepower (20/35 Dreier, 57%) nicht genug entgegensetzen. Die MLP Academics Heidelberg schlucken 99 gegnerische Punkte und müssen am Ende eine 85:99-Niederlage gegen den selbstbewussten Pokalsieger BMA 365 Bamberg Baskets hinnehmen.
“Glückwunsch an unseren Gegner. Sie haben offensiv ein hervorragendes Spiel gezeigt. Ein großes Lob an unsere Spieler, die es geschafft haben, jedes Mal wieder aufzustehen, wenn Bamberg uns einen Nackenschlag versetzt hat. Natürlich schmerzt diese Niederlage, aber ich bin zuversichtlich, weil ich sehe, wie hart diese Jungs jeden Tag trainieren. Was die Gewohnheiten im Training angeht, sind wir auf dem richtigen Weg. Wir versuchen, aus dieser Niederlage zu lernen, ohne zu vergessen, dass wir gegen den Pokalsieger spielen. Wir blicken nun nach vorne, ich freue mich auf das Spiel gegen Ulm.“ – Carlo Finetti, Headcoach der MLP Academics
„Es hat sich eigentlich ganz solide angefühlt auf unserer Seite, wir haben einen Schritt nach vorne gemacht in der Offense, bessere Würfe kreiert und mehr getroffen, aber sie haben jedes Mal eine Antwort gehabt. Bamberg hat jeden halb-verteidigten Wurf getroffen, toughe Würfe getroffen – 20 Dreier ist schon hart. Da muss man den Hut ziehen, sie haben ein riesiges Selbstvertrauen, das sieht man. Sie sind nicht umsonst Pokalsieger und schlagen die Bayern zwei Mal. Das Selbstvertrauen zieht sich durch die ganze Mannschaft von eins bis zwölf. Da muss man einfach nur den Hut ziehen.“ – Mateo Seric
Eva Birkelbach
MLP Academics Heidelberg
Medien und Kommunikation