Trotz drei Heidelberger Siegen in Serie sind die Rollen am kommenden Sonntag, den 8. Februar, beim Heimspiel gegen den FC Bayern Basketball klar verteilt. Der amtierende deutsche Meister aus München kommt als klarer Favorit an den Neckar. Erstmals nach Spiel 4 der Playoff-Halbfinalserie empfangen die Heidelberger die Münchner im SNP dome. Tip-Off für diese Partie ist um 18 Uhr. Alle Spiele der MLP Academics Heidelberg live und auf Abruf bei Dyn.
Die Bayern kommen aus einem Doppelspieltag in der EuroLeague. Mit zwei Heimsiegen gegen Paris (81:75, Dienstag) und Monaco (91:82, Donnerstag) haben sich die Münchner auf den 14. Tabellenplatz vorgeschoben und ihre Bilanz auf zwölf Siege und 15 Niederlagen aufgebessert.
Ligaübergreifend stehen die Bayern nach dem Trainerwechsel von Gordon Herbert zu Rückkehrer Svetislav Pesic bei 13 Siegen und vier Niederlagen. In der EuroLeague verlor man gegen Hapoel Tel Aviv, bei Olympiakos Piräus und gegen Partizan Belgrad, wobei Hapoel und Olympiakos zu den Top-Teams der Liga gehören. Das Rückspiel gegen Hapoel entschieden die Bayern Ende Januar mit 79:64 für sich.
In der easyCredit BBL stehen die Münchner bei 16 Siegen und zwei Niederlagen an der Tabellenspitze. Nach zuletzt 13 Siegen in Folge gab es vergangenes Wochenende eine 62:79-Niederlage gegen ratiopharm ulm. Aufgrund der Doppelbelastung mit der EuroLeague und vier Spielen innerhalb von acht Tagen rotierten die Münchner ordentlich durch und so bekamen Andreas Obst, Vladimir Lucic, Nenad Dimitrijevic und Johannes Voigtmann eine Verschnaufpause.
Keine Verschnaufpause gibt es bisher für Justinian Jessup. Bis auf ein EuroLeague-Spiel hat der Neuzugang aus Ulm jede Partie absolviert, in der easyCredit BBL erhält er mit fast 24 Minuten im Schnitt auch die meiste Spielzeit. Nach Topsocrer Andreas Obst (14,8 Punkte) erzielt Jessup (11,5) zusammen mit Vladimir Lucic die zweitmeisten Zähler, Isaiah Mike (10,1) punktet ebenfalls zweistellig. Mit 42,2 % bei 5,1 Dreierversuchen ist er auch von Downtown gefährlich. Der wohl beste Shooter Europas, Andi Obst, liegt bei fast 40% Dreierquote (6,3 Versuche pro Spiel).
Insgesamt ist der Münchner Kader vollgepackt mit guten Schützen, sowohl beim Dreier als auch bei den Freiwürfen weisen die Bayern die drittbeste Quote der Liga auf. Auch bei den Assists liegen die Rot-Weißen mit 19,7 Vorlagen auf Rang drei. Vor allem Rückkehrer Stefan Jovic überzeugt hier mit 5,3 Assists pro Partie. Nachdem die Academics zuletzt immer wieder mit Foulproblemen zu kämpfen hatten, müssen sie in der kommenden Partie besonders aufpassen. Die Münchner selbst begehen die wenigsten Fouls der Liga (18,0), während die Jungs vom Neckar mit 23,1 Fouls auf Rang 3 landen. Im vergangenen Spiel gegen Braunschweig waren mit Ryan Mikesell, Michael Weathers, Osun Osunniyi und DJ Horne gleich vier Spieler in den Schlussminuten mit vier Fouls vorbelastet.

Assistant Coach Carlo Finetti blickt voraus auf das kommende Matchup und weiß um die Stärken der Bayern, betont jedoch auch das positive Momentum nach drei Siegen in Folge: „Wir spielen gegen die beste Mannschaft in der easyCredit BBL. Zu Beginn dieser Saison hatten sie in der EuroLeague mit einigen Schwierigkeiten und Problemen zu kämpfen. Mit dem neuen Trainer sieht man nun, insbesondere in Bezug auf Aggressivität und Hierarchien, dass sich die Mannschaft verändert hat. Wir wissen genau, wie stark unser Gegner ist, aber wir kommen auch aus drei positiven Spielen, drei Siegen in Folge, was für uns ein gutes Momentum ist. Wir wollen versuchen, auf dieser positiven Welle zu bleiben. Außerdem sind wir nach zwei Auswärtsspielen endlich wieder zu Hause. Darüber sind wir sehr glücklich, denn wir wissen, dass im SNP dome mit der Unterstützung unserer fantastischen Fans viele interessante Dinge passieren können.“
Eva Birkelbach
MLP Academics Heidelberg
Medien und Kommunikation
Fotos: Achim Kunetka