1. Februar 2026

MLP Academics entscheiden Vier-Punkte-Spiel für sich

Dramatik, Crunchtime, Nerven aus Stahl. Die MLP Academics Heidelberg gewinnen ein absolutes Vier-Punkte-Spiel bei den Basketball Löwen Braunschweig mit 99:94 (Q1 25:20 / Q2 28:26 / Q3 17:27 / Q4 29:21). Insgesamt zehn Mal wechselt die Führung in dieser Partie, am Ende behalten die Academics Oberhand. Topscorer der Academics wird DJ Horne mit 28 Punkten, dicht gefolgt von Marcel Keßen, der mit 21 Punkten ein neues Career High auflegt. Am Sonntag, den 8. Februar, kommt um 18 Uhr der amtierende deutsche Meister FC Bayern Basketball in den SNP dome zur nächsten Herausforderung. Alle Spiele der MLP Academics Heidelberg live und auf Abruf bei Dyn.

Fokussierter Start

Weiterhin ohne Samuell Williamson (Knie) erwischen die Jungs vom Neckar den besseren Start, treffen ihre Dreier konstant, verteidigen von Beginn an fokussiert. Das Resultat ist eine 15:7-Führung nach knapp fünf gespielten Minuten. Die Braunschweiger bleiben vor allem dank einer perfekten Freiwurfquote von fünf Treffern bei fünf Versuchen in Schlagdistanz. Nach der Löwen-Auszeit berappeln sich diese, wobei die Heidelberger immer die Oberhand und Kontrolle über das Spiel behalten. Acht Braunschweiger Ballverluste provozieren die Academics in den ersten zehn Minuten, nur einen einzigen erlaubt sich die Truppe von Headcoach Danny Jansson. Aufgrund von Foulproblematik und neun erfolgreichen Braunschweiger Freiwürfen verpassen es die Academics jedoch, weiter davonzuziehen.

Im zweiten Viertel sind es dann zunächst die Gastgeber, die den besseren Start erwischen und mit 32:32 und 37:37 gleich zwei Mal ausgleichen können. Die Academics reagieren in beiden Phasen mit einem eigenen 5:0-Lauf und lassen die Löwen nicht vorbeiziehen. Offensiv sind es vor allem DJ Horne von Downtown und Marcel Keßen unter dem Korb, die immer wieder Lösungen finden. Zur Pause stehen beide bereits bei 17 Zählern.

Offener Schlagabtausch

Der Start in die zweite Halbzeit misslingt aus Heidelberger Sicht völlig. Ein 7:0-Lauf sowie Foul Nummer drei und vier von DJ Horne sorgen nicht nur für die erste Braunschweiger Führung in diesem Spiel, sondern auch für eine lange Pause für DJ Horne, der vorerst auf der Bank Platz nimmt. Ohne Heidelbergs Nummer 0 entwickelt sich ein offener Schlagabtausch, insgesamt sieben Mal wechselt die Führung hin und her. Vor dem Schlussviertel liegen die Löwen mit drei Zählern in Front. Die Academics verlieren das Rebound-Duell, geben zu viele zweite Chancen ab und geben den Braunschweigern wieder Selbstvertrauen.

Crunchtime

Es bleibt weiter eng im vierten Viertel, die Heidelberger kämpfen sich erneut in Führung. Vor allem Dusan Neskovic sorgt in der Crunchtime für zwei ganz wichtige Offensivrebounds, die zuerst ihm den freien Dreier und im nächsten Angriff DJ Horne den freien Korbleger ermöglichen. Es wird lauter, es wird emotionaler und es entwickelt sich eine absolute Zitterpartie. Die Academics verteidigen mit vier Spielern, die mit vier Fouls belastet sind, sind unheimlich eng am Mann und provozieren in der Crunchtime immer wieder wichtige Stopps. Beide Teams zeigen sich extrem nervenstark, mit 21,6 Sekunden auf der Uhr ist es eine Ein-Punkt-Führung für die Academics. Und diese lassen sich die Heidelberger nicht mehr nehmen. An der Freiwurflinie sichern Osun und Mike den so wichtigen 99:94-AUSWÄRTSSIEG.

Stimmen zum Spiel

„Da Braunschweig ohne Njie, Obiesie und Hartwich antrat, waren wir heute quasi der Favorit. Braunschweig hat aber gut gespielt. Sie waren tough und haben uns in eine Situation gebracht, in der wir hart spielen, unsere Plays machen mussten, aber auch ein bisschen Glück brauchten, um die Kontrolle zu erlangen. Vor allem im dritten Viertel war Braunschweig in der Offensive sehr präzise. Aber als sie die Kontrolle hatten, haben wir reagiert, Stopps erzielt und hatten einige gute Offensivaktionen. Es war ein wirklich guter Sieg, denn so wie Braunschweig gespielt hat, wären viele andere Teams hier heute als Verlierer vom Parkett gegangen. Dementsprechend ist es für uns wirklich wertvoll, dass wir es geschafft haben, das Spiel für uns zu entscheiden.“ – Danny Jansson, Headcoach der MLP Academics

„Wir haben Braunschweig wieder ins Spiel kommen lassen, sie haben immer wieder die Führung übernommen. Ich weiß, dass sie am Tabellenende stehen, aber sie sind trotzdem eine wirklich gute Mannschaft, sie haben wirklich gute Spieler. Wir haben ihnen etwas Auftrieb gegeben. Aber man muss den Jungs zugutehalten, dass wir uns zurückgekämpft haben. Wir haben Stopps bekommen, wenn es nötig war, und Würfe getroffen, wenn es nötig war. Ich bin einfach stolz auf meine Jungs.“ – Ryan Mikesell

Eva Birkelbach
MLP Academics Heidelberg
Medien und Kommunikation

Fotos: Christian Schlüter

Zuschauer:innen: 4420
MLP Academics Heidelberg – Basketball mit Zukunft