Die ersten fünf Saisonspiele liegen hinter uns und alles in allem haben wir einen ordentlichen Start in die neue Spielzeit hingelegt. Derzeit geht es vor allem darum, auf uns zu schauen, den Prozess voranzutreiben und uns weiter in die richtige Richtung zu entwickeln. Bei den vier Siegen haben wir jeweils über mindestens eine Halbzeit eine gute Leistung gezeigt. Bei der verdienten Niederlage gegen Wolmirstedt war dies nicht der Fall. Hier hat die Herangehensweise nicht gepasst. Dazu kam ein sehr gut aufgelegter Gegner. Das finale Resultat war die logische Konsequenz. Aber auch das klare Zeichen an das Team, über welche Qualität die Gegner in der ProA mittlerweile verfügen. Allgemein macht die Liga bisher einen größtenteils sehr ausgeglichenen Eindruck. Wie vor der Saison erwartet, brauchen wir den vollen Fokus in jeder Partie, um uns in eine bestmögliche Ausgangssituation zu bringen.
Wir haben eine Mannschaft, die sich über Physis und Defensive identifiziert. Hierbei haben wir in der 2. Halbzeit in Tübingen, über weite Strecken gegen Essen und in Ulm sowie über die gesamte Partie in Karlsruhe bereits gezeigt, welch großes Potential wir schon jetzt auf dieser Seite des Feldes abrufen können. Dass die Mannschaft auch offensiv über viel Qualität verfügt, wissen wir. Dennoch braucht das Team noch etwas Zeit. Wir haben ein neues System, wo wir alle etwas Geduld aufbringen müssen. Hin und wieder blitzt das Talent bereits auf. Auch gehören wir im Angriff bis dato schon zu den besten Teams. Dennoch müssen wir uns deutlich steigern. Daran arbeitet das Team jeden Tag hart.
Ein kurzer Blick noch auf das Spiel in Karlsruhe. Die Mannschaft hat in Sachen Intensität und Leidenschaft eine gute Antwort auf die schlechte Partie gegen Wolmirstedt gegeben. Dass es offensiv durchaus etwas ruckelig werden könnte, war beim Blick auf die Karlsruher Starting Five mit Binapfl, George, Oba, Jones und Pluskota (alle groß und athletisch) durchaus zu erwarten (nochmal mehr durch ihre Switching Defense). Dennoch haben wir hierbei in der ersten Halbzeit nach und nach gute Lösungen gefunden. Wir haben einen angeschlagenen Gegner auch ohne Nick dominiert. Dabei war es schön zu sehen, dieses Spiel auch ohne gute Dreierquote auf diese Art und Weise gewonnen zu haben.
Zu guter Letzt: Unsere Fans sind der absolute Wahnsinn. Natürlich bei jedem Heimspiel – und nochmal mehr bei unseren bisherigen Auswärtspartien in Tübingen, Ulm und Karlsruhe. Mich haben nach dem Spiel bei den Lions sicherlich 20 Leute angesprochen, dass sie so etwas in der ProA noch nicht erlebt haben. Ebenso kann ich von zahlreichen Spielern verraten, dass auch sie komplett sprachlos sind, welche phänomenalen und lautstarken Support das Team immer wieder erhält. Dafür ein großes „Dankeschön“ von uns allen!