16. Januar 2026

80:78 – MLP Academics mit Befreiungsschlag im Abstiegskampf

Endlich! Nach sechs Niederlagen in Folge gelingt den MLP Academics Heidelberg gegen die EWE Baskets Oldenburg der 80:78-Befreiunsschlag (Q1 32:21 / Q2 19:23 / Q3 16:17 / Q4 13:17). Topscorer der Jungs vom Neckar beim Start-Ziel-Sieg wird DJ Horne mit 20 Punkten. Weiter geht es am kommenden Samstag, den 24. Januar, um 18:30 Uhr auswärts bei ratiopharm ulm. Alle Spiele der MLP Academics Heidelberg live und auf Abruf bei Dyn.

Trotz der Rückkehr von Michael Weathers nach überstandener Verletzung wird die Verletztenliste nicht zwangsläufig kürzer. Erol Ersek und Noah Koch fallen krankheitsbedingt aus, Samuell Williamson fehlt weiterhin mit einer Innenbandverletzung im Knie.

Starker Auftakt

Dennoch starten die MLP Academics brandheiß in diesen Freitagabend. Die ersten vier Dreier von Osun, Ryan und zwei Mal DJ finden allesamt ihren Weg in den Korb. Nach seiner Einwechslung meldet sich dann Michael Weathers nach überstandener Oberschenkelverletzung direkt mit einem Ausrufezeichen zurück. Dem Steal und offenem Korbleger folgt im nächsten Angriff der krachende Dunk, der nicht nur Mike selbst sondern den ganzen SNP dome einige Dezibel lauter werden lässt und Oldenburg zur ersten Auszeit beim Stand von 18:7 zwingt.

Die Academics spielen das vermutlich beste erste Viertel in dieser Spielzeit. Sechs Assists, drei Steals, ein Turnover – fünf auf Seiten der Oldenburger, 32 Heidelberger Punkte. Die Jungs vom Neckar sind hellwach, spritzig und defensiv unheimlich aufmerksam und aggressiv am Mann. Die Heidelberger lassen den Oldenburgern kaum Raum und zwingen sie immer wieder zu schwierigen Eins-gegen-Eins-Aktionen.

Abgekühlt

Doch die Oldenburger haben nicht ohne Grund ihre letzten fünf Partien gewonnen. Die Baskets finden in der Viertelpause die richtigen Worte und machen es den Academics offensiv zunehmend schwerer. Die Wurfquoten gehen nach unten und die Heidelberger kühlen im Angriff merklich ab. Die Gäste kommen immer näher ran, verkürzen zwischenzeitlich auf zwei Punkte. Doch die Jungs vom Neckar fallen nicht auseinander, nutzen die folgende Auszeit und können vor der Halbzeitpause nochmal auf sieben Punkte davonziehen.

Es wird spannend

Nach der Pause entwickelt sich ein unterhaltsames Spiel mit Läufen auf beiden Seiten. Die Heidelberger lassen sich – anders als in der Vergangenheit – nicht von Oldenburger Runs beeindrucken, schlagen immer wieder zurück und lassen die Baskets nicht vorbeziehen. Auf der Gegenseite gelingt es auch nicht, den Vorsprung bedeutend auszubauen. Im vierten Viertel haben die Academics in einem Angriff drei völlig offene Dreier, können jedoch keinen davon verwandeln. Im Schlussviertel sind es 30 Sekunden vor Spielende null Treffer bei acht Versuchen. Der aufmerksamen Verteidigung und auch manchmal dem Oldenburger Abschlusspech ist es zu verdanken, dass die Academics hier trotz vieler vergebener Chancen weiter in Führung bleiben. Drei lange Minuten lang stehen die Jungs vom Neckar bei 74 Zählern, bis Osun Osunniyi mit zwei erfolgreichen Freiwürfen für kollektives Durchatmen auf den Rängen sorgt. Am Ende halten die Jungs vom Neckar dem Druck stand, punkten dann, wenn es darauf ankommt, und provozieren immer wieder Oldenburger Ballverluste. Auch der letzte erfolgreiche Dreier der Oldenburger kann nichts mehr am lautstark umjubelten 80:78-Heimsieg der Jungs vom Neckar ändern. Alles nach der Schlusssirene ist Jubel, Erleichterung und strahlende Gesichter.

Stimmen zum Spiel

„Es war ein Kampf zwischen zwei unterschiedlichen Teams. Ich finde, wir sind wirklich sehr gut in dieses Spiel gestartet. Von Anfang an haben wir Fastbreak-Punkte erzielt, wir hatten Energie in der Verteidigung und es sah so aus, als würde Basketball wieder Spaß machen. Ich finde, dass wir gegen die Qualität des Oldenburger Kaders wirklich gute Arbeit geleistet haben und trotzdem hat Clemons am Ende 20 und Fobbs 25 Punkte erzielt. Wir haben nicht allzu viele einfache Körbe zugelassen, aber das ist es, was Oldenburg macht und wozu sie in der Lage sind. Irgendwie haben wir es am Ende geschafft, das Spiel zu gewinnen, und ich fühle mich jetzt ziemlich gut. Das Wichtigste ist, sich etwas auszuruhen und zu versuchen, wieder in den Rhythmus von nur einem Spiel pro Woche zu kommen. Das gibt uns mehr Zeit zum Trainieren gibt, was uns in der Vergangenheit ein wenig gefehlt hat, und hoffentlich können wir etwas aufbauen.“ – Danny Jansson, Headcoach der MLP Academics

„Ich finde am Ende ist es zu knapp geworden, wir hätten es früher klarmachen können. Die Chancen haben wir nicht genutzt. Aber das war ein extrem wichtiger Sieg. Es zeigt, dass wir spielen können. Wir müssen jetzt weitermachen, ein Sieg reicht nicht.“ – Marcel Keßen

Eva Birkelbach
MLP Academics Heidelberg
Medien und Kommunikation

Zuschauer:innen: 4344
MLP Academics Heidelberg – Basketball mit Zukunft