Die MLP Academics Heidelberg ringen ratiopharm ulm nach einer spektakulären Aufholjagd nieder und gewinnen auswärts mit 79:77 (Q1 10:24 / Q2 14:15 / Q3 28:25 / Q4 27:13). Topscorer der Heidelberger wird Michael Weathers mit 26 Punkten. Weiter geht es am kommenden Sonntag, den 01. Februar, um 15:00 Uhr auswärts bei den Basketball Löwen Braunschweig. Alle Spiele der MLP Academics Heidelberg live und auf Abruf bei Dyn.
Die Anfangsphase der Partie gehört klar den Gastgebern. Auf die ersten Heidelberger Punkte von DJ Horne antworten die Ulmer umgehend in Person von Alec Anigbata, welcher mit drei Punkten von außerhalb direkt die Führung für die Hausherren besorgt. Offensiv finden die Academics anschließend kaum in die Partie und werden von den Ulmern immer wieder in Fastbreak-Situationen gezwungen. Schließlich ist es Tobias Jensen, welcher per Dreier das zwischenzeitliche 13:3 aus Ulmer Sicht besorgt und Danny Jansson zur ersten Auszeit der Partie drängt. Doch die Jungs vom Neckar haben weiterhin Schwierigkeiten, die passenden Antworten auf die starke Offensive der Hausherren zu finden. So endet das erste Viertel mit einer 24:10-Führung der Ulmer.
Im zweiten Viertel gelingt es den Heidelbergern zunehmend, die Aggressivität der Gastgeber zu matchen. So zieht Michael Weathers gleich zweimal innerhalb weniger Sekunden frei zum Korb und sorgt für einen 7-0-Lauf der Academics. Doch auch die Ulmer drehen kurz vor der Halbzeit nochmal auf und sichern sich einen komfortablen Halbzeitstand von 39:24.

Die Heidelberger Hoffnungen auf eine Aufholjagd werden direkt zu Beginn des zweiten Durchgangs durch das brandheiße Händchen von Tobias Jensen vorerst gedämpft. Dieser erzielt in den ersten beiden Ulmer Angriffen ganze sieben Punkte und baut den Vorsprung der Hausherren weiter aus. Doch auch das Team von Headcoach Danny Jansson ist inzwischen komplett in diesem Spiel angekommen und hält sich vor allem durch wichtige Punkte von Michael Weathers und DJ Horne weiterhin in der Partie. Die Academics zeigen nicht nur kämpferisch, sondern auch spielerisch ein ganz anderes Gesicht als in der Anfangsphase und können das dritte Viertel mit 28:25 für sich entscheiden.
Auch zu Beginn des Schlussviertels arbeiten die Academics weiterhin mit Hochdruck am Comeback. Gerade in der Defensive agieren die Heidelberger energisch und können ihren kämpferischen Einsatz am anderen Ende des Feldes oft mit Punkten belohnen. Das Momentum kippt mehr und mehr zugunsten der Gäste und schließlich ist es DJ Horne, der den Rückstand kurz vor Schluss per Dreier auf einen Punkt verkürzt. Die Hausherren nehmen die Auszeit, doch können aus dem folgenden Angriff nichts Zählbares mitnehmen. So kann Ryan Mikesell im Gegenzug von der Freiwurflinie ausgleichen. Es sind nur noch wenige Sekunden zu spielen und das Team von Headcoach Danny Jansson schafft es, auch den nächsten Ulmer Angriff entscheidend zu stören. Mit der letzten Heidelberger Offensivaktion zieht Michael Weathers zum Korb und macht das Wahnsinns-Comeback perfekt. Ulm findet in den verbleibenden neun Sekunden keine Antwort mehr und so sichern sich die MLP Academics Heidelberg einen enorm wichtigen 79:77-Auswärtssieg.
„Wir haben bislang eine schwierige Saison. Das Spiel heute hat mich an die Partie im letzten Jahr erinnert, als wir mit rund 25 Punkten zurücklagen und uns dann wieder herangekämpft haben. Dieses Mal wollten wir eigentlich besser ins Spiel starten, aber Ulm hat im ersten Viertel den Ton angegeben und eine hohe Intensität vorgelegt. Offensiv haben wir zunächst keinen Rhythmus gefunden. Im zweiten Viertel waren wir dann besser im Spiel und konnten dranbleiben, während Ulm lange sehr komfortabel agiert hat. Zum Ende hin hatten wir mehr Energie und haben offensiv bessere Lösungen gefunden. Am Ende hat es gerade noch gereicht, um in Führung zu gehen – manchmal kann eine Kleinigkeit sehr viel verändern.“ – Danny Jansson, Headcoach der MLP Academics
„Es war einfach unsere Widerstandsfähigkeit heute. Wir sind eines dieser Teams, die hierherkommen und überraschen können. Ich denke, wenn wir einfach an unserer Geschlossenheit festhalten, wäre das das Ergebnis vieler Spiele für uns. Wir müssen es nur 40 Minuten lang durchziehen.“ – Michael Weathers
Luis Benz
MLP Academics Heidelberg
Medien und Kommunikation