29. März 2026

MLP Academics verhindern Ulmer Revanche

Kampf, Wille, Einsatz. Die MLP Academics Heidelberg erkämpfen sich einen 93:90-Heimsieg (Q1 20:24 / Q2 23:23 / Q3 26:22 / Q4 24:21) gegen ratiopharm ulm und gewinnen auch das Rückrundenspiel gegen die Schwaben. Topscorer der Heidelberger wird DJ Horne mit 23 Punkten, gefolgt von einem ganz stark aufgelegtem Sam Williamson mit 17 Punkten, neun Rebounds und sieben (!!) Steals. Nächste Woche warten gleich zwei Partien auf die Jungs vom Neckar. Am Donnerstag, den 2. April, treten die Heidelberger um 20 Uhr auswärts bei den Telekom Baskets Bonn an. Am Ostersonntag, den 5. April, steht dann das Heimspiel gegen die ROSTOCK SEAWOLVES um 15 Uhr an. Alle Spiele der MLP Academics Heidelberg live und auf Abruf bei Dyn.

Startschwierigkeiten

Ohne Kevin McClain (Sprunggelenksprobleme) und Dusan Neskovic (Ausländerregelung) entwickelt sich ein ähnliches Bild wie bereits eine Woche zuvor gegen Bamberg. Die Gäste treffen hochprozentig aus der Distanz, stehen bereits Mitte des ersten Viertels bei 6/7 getroffenen Dreiern und erarbeiten sich schnell eine 18:7-Führung. Die zwischenzeitliche Heidelberger Auszeit entfaltet dann etwas verspätet doch noch ihre Wirkung, sodass die Academics den Ulmer Lauf nicht nur stoppen können, sondern selbst einen 13:6-Lauf starten und das Viertel mit einem Vier-Punkte-Rückstand wieder eng gestalten. Die Jungs vom Neckar legen vor allem defensiv eine ordentliche Schippe drauf. Sam Williamson springt um jeden Rebound und klaut hinten immer wieder Pässe heraus (zur Halbzeit steht er bereits bei vier Steals) und DJ Horne und Osun Osunniyi geben einen verlorenen Ball nicht in einen Ulmer Fastbreak auf, sondern klauen sich das Spielgerät in Zusammenarbeit direkt wieder zurück.

Heißes Händchen vs. Dreierflaute

Die Heidelberger bleiben weiter an den Ulmer dran, kommen immer wieder durch gutes Zusammenspiel zu Zählbarem. Doch das heiße Ulmer Händchen hält an, die Schwaben treffen auch mit Hand im Gesicht von Downtown und stellen mit dem neunten Dreier bei 14 Versuchen zweieinhalb Minuten vor der Halbzeit auf 42:33 – Auszeit Academics. Angefeuert von 4387 lautstarken Fans im randvollen SNP dome kämpfen sich die Jungs vom Neckar erneut zurück und zwingen Ulm etwas mehr als eine Minute vor der Pause beim Stand von 40:42 ebenfalls zur Auszeit. Die Hausherren schaffen es auch im zweiten Viertel, den Spielabschnitt gut zu beenden. Der letzte Ulmer Ballbesitz wird gut wegverteidigt und der letzte Heidelberger Ballbesitz endet in zwei bzw. drei Punkten.

Energie und Kampf

Sam Williamson geht in den ersten zwanzig Minuten mit gutem Beispiel voran, spricht im Halbzeitinterview bei Dyn von der Energie im Spiel und betont: „I like our fight“. Und diesen Kampf zeigen die Academics auch zu Beginn der zweiten Halbzeit, vor allem Sam Williamson und Paul Zipser sind defensiv mehrmals zu Stelle. Paul kämpft besonders in der eigenen Zone gegen die Ulmer Big Man und geht mehr als nur einmal als Sieger aus diesem Duell hervor. Der SNP dome erreicht seine absolute Betriebstemperatur, als DJ Horne per Dreier für den ersten Führungswechsel der Partie sorgt – Auszeit Ulm. Die Academics kämpfen sich Punkt für Punkt voran, machen den Ulmern vor allem defensiv das Leben schwer und können aus einer guten Verteidigung immer wieder einfache Punkte in Transition erzielen. Vor dem Schlussviertel ist mit 69:69 alles offen.

Endlich belohnt

Im vierten Viertel geht es weiter heiß her, jeder Zentimeter ist hart umkämpft. Die Academics machen auch beim Rebound heute einen ganz starken Job, Marcel Keßen steht bereits Anfang des Schlussviertels bei zehn Rebounds und erzielt mit elf Punkten bereits zu diesem Zeitpunkt ein Double Double. Auch Sam Williamson fliegt immer wieder ein und krallt sich einen Ball nach dem anderen unter dem Korb. Auch wenn die Ulmer immer wieder ausgleichen können, werden die Heidelberger nicht nervös, generieren in der Defense Stopps und kommen offensiv selbst immer wieder zu Punkten.

Am Ende entwickelt sich eine absolute Zitterpartie, denn die Ulmer lassen sich nicht vollends abschütteln, bleiben bis zur Schlusssirene dran. Zwei Mal klauen die Schwaben nach Einwurf den Ball, einmal nutzen sie das anschließende Foul für zwei erfolgreiche Freiwürfe, beim zweiten Mal rollt der Korbleger wieder aus dem Ring heraus. Nach zehnminütiger Crunchtime die Erlösung: Der letzte Ulmer Wurf findet seinen Weg ins Ziel nicht, DJ Horne schnappt sich den Rebound und gibt diesen nicht mehr her. Unter lautem Jubel feiern die Jungs vom Neckar mit 93:90 einen überlebenswichtigen Sieg im Kampf um den Klassenverbleib.

Stimmen zum Spiel

„Herzlichen Glückwunsch an unseren Gegner, der offensiv ein großartiges Spiel gezeigt hat, aber insgesamt gratuliere ich vor allem unseren Spielern zu dem enormen Einsatz, den sie auf dem Platz gezeigt haben – auch nach Fehlern. Ich sehe, wie diese Jungs jeden Tag extrem hart trainieren und jeden Tag, an dem sie in die Halle kommen, die richtigen Werte vorleben. Dieser Sieg gebührt natürlich ihnen, sie haben meine größten Glückwünsche. Dieser Sieg gebührt auch unserem Verein und unserem Office-Team, die uns tagtäglich bei den kleinen Dingen unterstützen, die uns helfen, auch schwierige Situationen wie diese – den Kampf gegen den Abstieg – zu meistern.“ – Carlo Finetti, Headcoach der MLP Academics

„Wir haben diesen Sieg gebraucht, die Fans haben uns unterstützt, sie waren unser sechster Mann auf dem Platz – ich bin einfach froh, dass wir diesen Sieg für sie geholt haben. Wir wissen, dass wir eine gute Mannschaft sind, das ist eine starke Liga, in der jeder jeden schlagen kann. Heute haben sich einige Spieler hervorgetan, was wir gebraucht haben, darauf müssen wir weiter aufbauen. Es ist eine lange Saison, wir haben noch viele Spiele vor uns, um das Blatt zu wenden, aber wir müssen jeden Abend so spielen.“ – DJ Horne

Eva Birkelbach
MLP Academics Heidelberg
Medien und Kommunikation

Zuschauer:innen: 4387
MLP Academics Heidelberg – Basketball mit Zukunft