4. Oktober 2026

MLP Academics mit Start-Ziel-Sieg in Ulm

Die MLP Academics Heidelberg stehen sich gegen die Orange Academy das ein oder andere Mal selbst im Weg, können jedoch trotz 21 Ballverlusten am Ende einen verdienten 84:68-Auswärtssieg (Q1 27:16 / Q2 22:18 / Q3 19:16 / Q4 16:18) einfahren. Topscorer der Heidelberger wird Chuck Harris mit 17 Punkten. Nach dem Double Header in dieser Woche steht für die Jungs vom Neckar eine komplette Trainingswoche auf dem Plan, ehe am Samstag, den 10. Oktober, um 19:30 Uhr das nächste Heimspiel gegen die SBB Börde Baskets ansteht. Alle Spiele sowie Highlights der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA gibt es bei Sporteurope.TV.

Auf und ab

Weiterhin ohne Dominic Vengert (gebrochene Nase) und ohne Kevin McClain, der aufgrund von Rückenproblemen nach dem zweiten Viertel nicht mehr zum Einsatz kam, starten die Heidelberger erneut gut in die Partie. Ein Block von Cantia Rahming am defensiven Ende führt zu einem Dreier von Erol Ersek und der ersten Führung des Spiels. Die Jungs vom Neckar haben den offensiven Schwung aus dem Spiel gegen Essen mitgenommen, spielen schön zusammen, lassen den Ball laufen und finden immer wieder den freien Mitspieler. Auch das Duell in der Zone gewinnen die Academics. Defensiv schicken die Heidelberger die Ulmer zu oft an die Freiwurflinie, bereits Mitte des ersten Viertels ist die Teamfoulgrenze erreicht. Weil die Ulmer die Chancen an der Freiwurflinie jedoch recht zuverlässig liegenlassen (4/12 Treffer in den ersten zehn Minuten), haten die Academics die Gastgeber auf Distanz und führen nach dem ersten Viertel mit 27:16.

Die Ulmer lassen sich in dieser ersten Halbzeit nicht so richtig abschütteln, kommen immer wieder heran und kämpfen hartnäckig. Acht Heidelberger Ballverluste zur Pause verhindern außerdem eine deutlichere Partie und bringen die Orange Academy immer wieder zurück. Doch auch die Jungs vom Neckar bleiben resilient und arbeiten sich kurz vor der Halbzeitpause Stück für Stück nach vorne. Sinnbildlich für diese erste Halbzeit sind die Schlusssekunden, in denen Chuck Harris von der Freiwurflinie für die höchste Führung der Partie (49:32) sorgt und Zoran Milicic anschließend eine unaufmerksame Heidelberger Verteidigung für einfache und schnelle zwei Punkte ausnutzt. Die Jungs vom Neckar spielen eine insgesamt gute erste Halbzeit, zeigen offensiv und defensiv häufig die richtigen Ansätze, berauben sich selbst jedoch einer höheren Führung und bringen die Gastgeber somit wieder zurück in diese Partie. 

Schalter umgelegt

Der Start in die zweite Hälfte misslingt aus Sicht der Academics jedoch völlig. Ein 7:0-Lauf der Ulmer und dreieinhalb punktelose Minuten werden schließlich von Erol Ersek per Dreier unterbrochen, zwischenzeitlich war es der Orange Academy gelungen, den Rückstand in den einstelligen Bereich zu bringen. Die Academics antworten ihrerseits mit einem 8:0-Lauf, zwingen den Ulmer Headcoach zur Auszeit und erhöhen die Führung durch saubere, physische Verteidigung und schnelles Umschaltspiel wieder auf +16. Die Offensive läuft nun wieder deutlich besser, am und abseits des Balls ist deutlich mehr Bewegung zu sehen, sodass sich immer wieder gute Abschlussmöglichkeiten ergeben, die in dieser Phase auch konsequenter genutzt werden. Schlussendlich fahren die MLP Academics Heidelberg auch dank einer erneut starken Dreierquote (52%) einen verdienten 84:68-Auswärtssieg ein.

Stimmen zum Spiel

„Nach der ersten Halbzeit, die die Orange Academy gegen Kirchheim gespielt hat, haben wir versucht, unseren Spielern klarzumachen, wie schwer es in dieser Liga jeden Abend zugeht. Ich denke, wir haben bewiesen, dass die richtige Herangehensweise an das Spiel letztendlich dazu beiträgt, eine potenziell gute Leistung zu zeigen und ein besseres Ergebnis zu erzielen. Herzlichen Glückwunsch also an unsere Spieler, jetzt konzentrieren wir uns auf das nächste Spiel.“ – Carlo Finetti, Headcoach der MLP Academics.

„Ulm spielt immer mit Selbstvertrauen, sie haben nichts zu verlieren und geben immer Vollgas. Da mussten wir heute erstmal dagegenhalten. Ich glaube, am Ende war es unsere Erfahrung und unsere Physis, die das Spiel gewonnen hat.“ – Joschka Ferner

Eva Birkelbach
MLP Academics Heidelberg
Medien und Kommunikation