Die MLP Academics Heidelberg finden zum Saisonauftakt bei den Tigers Tübingen erst in der zweiten Halbzeit so richtig ins Spiel, können dann aber einen 18-Punkte-Rückstand wettmachen und gewinnen am Ende mit 83:75 (Q1 17:23 / Q2 15:27 / Q3 26:10 / Q4 25:15) bei den Schwaben. Topscorer wird Chuck Harris mit 20 Zählern, dazu vier Assists und starke vier Steals. Am kommenden Freitag, den 2. Oktober, empfangen die Academics die ETB Miners um 19:30 Uhr zum Heimspielauftakt im SNP dome. Tickets gibt es online sowie in der Bahnhofstraße 34/1.
Die MLP Academics erwischen einen schwachen Start, liegen nach zwei verlegten Korblegern schnell mit 0:5 hinten und werden bereits nach 51 Sekunden von Headcoach Carlo Finetti zur Auszeit gebeten. Diese bringt zunächst jedoch nicht den gewünschten Erfolg, ein Ballverlust und zwei Tübinger Dreier später liegen die Academics bereits mit 0:11 zurück, ehe Frank Champion seine Jungs mit den ersten Punkten erlöst. Vor allem von der Dreierlinie sind die Tigers extrem gefährlich, treffen ihre ersten vier Versuche und ziehen schnell davon.

Die Jungs vom Neckar können in der Folge defensiv merklich anziehen, provozieren immer wieder Ballverluste und kommen zur Viertelpause Stück für Stück heran. Das zweite Viertel startet jedoch ähnlich unglücklich, wie das erste, drei erfolgreiche Tübinger Dreier lassen die Gastgeber erneut zweistellig davonziehen. Die Tigers verwandeln zur Halbzeit fünf Dreier mehr als die Heidelberger, schnappen sich zwölf Rebounds mehr, neun davon offensiv, wo die Academics keinen einzigen Abpraller einsammeln können. Folgerichtig gehen die Tübinger mit der höchsten Führung des Spiels in die Halbzeit und liegen mit 18 Zählern in Front, eine Menge Gesprächsbedarf für das Team von Headcoach Carlo Finetti.
Das Trainerteam scheint in der Pause die richtigen Worte gefunden zu haben, die Academics starten mit einem 16:5-Lauf in die zweite Halbzeit, verkürzen den Rückstand erneut in den einstelligen Bereich und holen sich langsam, aber sicher das Momentum der Partie zurück. Vor allem Joschka Ferner hat mit zwei erfolgreichen Dreiern hintereinander seinen Anteil an der Aufholjagd. Und was für eine Aufholjagd! Die Heidelberger schaffen es, in den zehn Minuten des dritten Viertels einen 18-Punkte-Rückstand auf zwei Zähler zu verkürzen und gehen mit einem hauchdünnen Rückstand in den Schlussabschnitt.
Eine Minute später trifft Nick Muszynski zum lang ersehnten Ausgleich aus Heidelberger Sicht, kurz danach ist es erneut der Heidelberger Big Man, der für die erste Führung der Partie sorgt. Die Academics bleiben weiter am Drücker, immer wieder ist es in dieser Phase Chuck Harris, der zu Punkten kommt und die Führung seiner Jungs vom Neckar weiter ausbauen kann. Offensiv kommen die Heidelberger mehr ins Rollen, die Würfe fallen konstanter und nahezu jeder Spieler punktet. Es bleibt eng bis zum Schluss, doch das Aufwachen in Halbzweit zwei kommt aus Sicht der Academics noch rechtzeitig. Die Heidelberger gewinnen eine umkämpfte Auftaktpartie bei den Tigers Tübingen mit 83:75
„Zunächst möchte ich sagen, dass in Tübingen meine Karriere als Trainer in Deutschland vor drei Jahren begonnen hat. Tübingen wird immer ein spezieller Platz in meinem Herzen haben. Zum Spiel: Die Tigers haben uns in der ersten Hälfte in nahezu allen Belangen dominiert. Die Führung war zur Halbzeit die logische Konsequenz. Nach der Pause haben wir ein anderes Spiel gesehen. Kompliment an meine Mannschaft, wie sie mit mehr Energie die Partie drehen konnte. Wir konnten Tübingen in der zweiten Halbzeit bei 25 Punkten halten, das spricht für mein Team. Vor allem bei den offensiven Rebounds waren wir deutlich besser, dazu haben wir besser verteidigt und uns den Sieg am Ende verdient.“ – Carlo Finetti, Headcoach der MLP Academics.
„Wir haben ein bisschen unsere Physis ins Spiel gebracht, wir sind ein sehr großes und starkes Team. Das haben wir dann gezeigt. In der ersten Halbzeit haben wir vor allem die Rebounds angesprochen, das darf uns mit unserem physischen Vorteil nicht passieren. Beim ersten Spiel schaut keiner perfekt aus, wir werden uns noch um einiges verbessern, aber die zweite Halbzeit sah ziemlich gut aus.“ – Erol Ersek.
Eva Birkelbach
MLP Academics Heidelberg
Medien und Kommunikation
Fotos: Dennis Duddek