Die MLP Academics Heidelberg können den offensiven Motor von RASTA Vechta nicht ins Stocken bringen und verlieren im letzten Saisonspiel mit 89:103 (Q1 28:27 / Q2 14:23 / Q3 25:27 / Q4 22:26). Topscorer wird Osun Osunniyi mit 20 Punkten und sieben Rebounds. Ryan Mikesell (16 Punkte, sechs Rebounds, sieben Assists), Erol Ersek (15, 2, 5), Eric Reed (11, 2, 1) und Samuell Williamson (Double Double mit 11, 4, 11) punkten ebenfalls zweistellig und füllen den Boxscore aus. Alle Spiele der MLP Academics Heidelberg live und auf Abruf bei Dyn.
Im letzten Spiel der Saison müssen die MLP Academics neben Kevin McClain (Sprunggelenk) und DJ Horne (Kapselverletzung am Daumen) auch auf Mateo Seric (Rücken) verzichten. Für ihn rückt Paul Zipser in die Starting Five. Der Start gehört dennoch den Gästen aus Vechta. Vor allem Alonzo Verge Jr. ist zu Beginn kaum zu stoppen, erzielt die ersten sieben Punkte seines Teams und kommt dabei mehrmals völlig frei zum Korbleger. Die Heidelberger stabilisieren sich in der Folge jedoch, kämpfen sich zurück und können nach dem ersten Viertel eine leichte 28:27-Führung behaupten. Die Jungs vom Neckar rebounden gut, spielen als Team zusammen, treffen gut von außen, können aber auch in der Zone immer wieder zu Punkten kommen.
Vechta holt sich die Führung zur Halbzeit zurück, vor allem deswegen, weil die Heidelberger im zweiten Viertel einen 17:0-Lauf kassieren und 6:12 Minuten lang keine Punkte erzielen können, ehe Eric Reed per And-One-Fastbreak den Run der Gäste stoppen kann. Insgesamt sind 50 Punkte von Vechta zur Pause aus Sicht der Heidelberger jedoch deutlich zu viel – auch wenn auf dem Konto der Academics 42 Zähler stehen. Erol Ersek kann vor der Schlusssirene mit einem Dreier nochmal verkürzen, den anschließenden Einwurf klaut er sich, kann den zweiten Dreier mit Ablauf der Zeit jedoch nicht mehr verwandeln. Dennoch gehen die Heidelberger mit einem einstelligen Rückstand in die Halbzeitpause.

Es bleibt ein high scoring game, Vechta trifft gewohnt stark von außen, bestraft die Heidelberger immer wieder mit erfolgreichen Dreiern, sodass der Rückstand einfach nicht kleiner wird. Während die Academics offensiv mithalten und ebenfalls zu Punkten kommen, fehlen auf der Gegenseite defensive Stopps, um weiter an Vechta heranzukommen. Jedes Aufbäumen, jeder wichtiger Wurf kann früher oder später auf der Gegenseite von Vechta gekontert werden, die Heidelberger schaffen es einfach nicht, nachhaltig heranzukommen. Am Ende dürfen Noah Koch und Dominic Vengert nochmal das Spielfeld betreten, am Endergebnis ändert dies jedoch nichts. Die MLP Academics Heidelberg verlieren im letzten Saisonspiel mit 89:103 gegen RASTA Vechta und beenden die Spielzeit 2025/2026 aufgrund des Braunschweiger Sieges gegen Chemnitz auf dem letzten Tabellenplatz.
„Vechta hatte sich heute das Ziel gesetzt, in die Playoffs zu kommen, und war hochmotiviert, dieses Ziel zu erreichen. Daher herzlichen Glückwunsch und alles Gute von uns für die Postseason. Was uns betrifft: Wenn man gegen eine der besten Offensivmannschaften spielt, braucht man eine Spitzenleistung in der Verteidigung. Wenn man bedenkt, dass sie vor ein paar Wochen in einer Halbzeit 70 Punkte erzielt haben, haben wir gute Arbeit geleistet, indem wir sie bis zur Halbzeit bei 50 Punkten gehalten haben. Trotz der Niederlage bin ich glücklich über die Einstellung, die wir gezeigt haben, und den Kampfgeist. Denn dies ist wegen der Menschen hier ein magischer Ort. Noch nie in meinem Leben habe ich in einer so schrecklichen Situation eine solche Unterstützung gesehen. Selbst nach hohen Niederlagen sind sie uns zu Auswärtsspielen gefolgt und haben uns bei jedem Heimspiel unterstützt. Deshalb ein riesiges, riesiges Dankeschön an unsere Fans.“ – Carlo Finetti, Headcoach der MLP Academics.
„Ich habe mich heute persönlich ein bisschen leer gefühlt. Es war unter den Umständen kein einfaches Spiel, um sich vorher zu motivieren und die entsprechende Leistung zu bringen. Ich denke, das Spiel war okay und wir haben nochmal einiges reingehauen. Es war nach dem letzten Spiel schon ein sehr bitterer Moment, aber heute die letzte absolute Gewissheit zu haben, dass wir abgestiegen sind, da fehlen mir ein bisschen die Worte. Wie die Fans uns hier immer tragen, auch in schwierigen Zeiten, ist wirklich nicht selbstverständlich. Dass muss man sich auch als Spieler immer wieder ins Gewissen rufen und es tut uns sehr leid, dass wir die Fans nicht wieder so beglücken konnten, wie im letzten Jahr. Aber wirklich nochmal ein ganz, ganz großes Lob und viel Liebe an die Fans. Ihr seid in unseren Herzen.“ – Niklas Würzner.
Eva Birkelbach
MLP Academics Heidelberg
Medien und Kommunikation