Die MLP Academics Heidelberg schlagen sich gegen den Tabellenachten aus Ludwigsburg lange Zeit achtbar, müssen sich am Ende der Treffsicherheit der Gäste von jenseits der Dreierlinie jedoch beugen und verlieren mit 73:83 (Q1 21:19 / Q2 19:19 / Q3 15:19 / Q4 18:26). Topscorer der Academics wird Ryan Mikesell mit 26 Punkten und fünf Rebounds. Am kommenden Wochenende reisen die Heidelberger zu den EWE Baskets Oldenburg. Tip-Off am Samstag, den 25. April, ist um 20 Uhr. Alle Spiele der MLP Academics Heidelberg live und auf Abruf bei Dyn.
Die Jungs vom Neckar starten erneut gut, wenngleich sie schnell in Foulprobleme kommen. Sowohl Osun Osunniyi als auch Michael Weathers müssen nach etwas mehr als zwei Minuten vorzeitig mit jeweils zwei frühen Fouls auf der Bank Platz nehmen. Die Heidelberger zeigen sich davon jedoch unbeeindruckt, spielen mit viel Energie und gewinnen das Reboundduell deutlich. Mit acht Offensivrebounds in den ersten zehn Minuten sichern sich die Academics acht zweite Chancen für Zählbares.
Headcoach Carlo Finetti hat vor dem Spiel die Physis der Ludwigsburger angesprochen. Den Academics gelingt es, im ersten Spielabschnitt diese Physis nicht nur zu matchen, sondern aggressiver, schneller, härter als die Schwaben zu sein. Defensiv sind die Heidelberger hellwach und auch beim Rebound agieren die Kurpfälzer konsequent und rebounden als Team. Auch das Duell in der Zone geht klar an die Academics, 26 ihrer 40 Punkte zur Halbzeit erzielen die Heidelberger in der Zone. Dennoch lassen sich die Ludwigsburger nicht abschütteln, es bleibt eine Partie auf Augenhöhe, zur Pause liegen die Jungs vom Neckar mit zwei Zählern in Front.
Immer wenn die Academics beginnen, sich ein Polster aufzubauen, sind die Gäste mit einem eiskalten Dreier zur Stelle. Mitte des dritten Viertels sind bei den Ludwigsburgern bereits sieben Dreier gefallen, bei den Heidelbergern ist es lediglich ein einziger. Es bleibt insgesamt ein offener Schlagabtausch, kein Team kann sich absetzen, die RIESEN bleiben unermüdlich dran und lassen die Academics nicht davonziehen. Die Spannung ist bei den 4518 Fans im ausverkauften SNP dome spürbar.

Die Gäste aus Ludwigsburg gehen mit einem leichten Zwei-Punkte-Vorsprung in das Schlussviertel und beginnen mit zwei eiskalten Dreiern. Bei den Academics will der Wurf von außen weiterhin einfach nicht fallen. Während die Ludwigsburger Headcoach Carlo Finetti Mitte des vierten Viertels mit ihrem zehnten Dreier (bei 30 Versuchen) zur Auszeit zwingen, fällt bei den Heidelbergern bei 18 Versuchen lediglich ein Dreier von Erol Ersek. In so einer engen Partie eine Statistik, die allen blau-weißen Fans auf den Rängen Sorgenfalten bereitet. Mit jedem getroffenen Wurf sammeln die RIESEN weiter Selbstvertrauen, starten einen 7:0-Lauf, arbeiten jetzt auch beim Rebound besser und ermöglichen den Heidelbergern kaum noch zweite Chancen nach einem verpassten Wurf. Doch die Academics geben sich nicht auf, kämpfen sich Punkt für Punkt zurück und können vor allem defensiv wieder wichtige Stopps generieren. Doch am Ende reicht es nicht. Die MLP Academics Heidelberg verkaufen sich gegen den Tabellenachten gut, können schlussendlich zwölf erfolgreiche Dreier mehr nicht kompensieren, werfen den Ball 15 Mal weg und verlieren mit 73:83.
„Zunächst einmal herzlichen Glückwunsch an unseren Gegner und Trainer Riipinen. Sie leisten in Ludwigsburg großartige Arbeit und sind eine sehr ehrgeizige Mannschaft. Von unserer Seite aus möchte ich auch ein positives Wort für unsere Spieler einlegen. Wir haben gegen die Mannschaft gespielt, die die zweitbeste Offensivreboundquote der Liga hat, und wir haben ihre Reboundleistung zunichte gemacht und es geschafft, sie bei den Offensivrebounds zu übertrumpfen. Wir haben außerdem gegen die Mannschaft gespielt, die die meisten Freiwürfe wirft, und das hat uns heute definitiv geschadet. Sie konnten den Spielstand am Ende des dritten Viertels allein durch Freiwürfe ausgleichen. Aber ich denke, insgesamt gesehen, wenn die Führung dreizehn Mal wechselt und es in einem Spiel elf Mal zum Gleichstand kommt, ist es ein Spiel, in dem alles von kleinen Episoden entschieden wird. Daher denke ich, dass eine Niederlage mit zehn Punkten Unterschied heute nicht wirklich dem Charakter und dem Stolz gerecht wird, den meine Mannschaft heute Abend in einer vollbesetzten Halle gezeigt hat. Ich möchte zum Schluss noch einmal sagen: Danke an unsere Fans und für die Unterstützung in einem so wichtigen Spiel für uns! Jetzt versuchen wir, so gut es geht weiterzumachen und uns auf die Aufgabe in Oldenburg zu konzentrieren.“ – Carlo Finetti, Headcoach der MLP Academics.
„Ich finde, wir haben eigentlich ein gutes Spiel gemacht, waren beim Rebound sehr gut in der ersten Halbzeit, deswegen waren wir auch in Führung. Wir hatten eine Phase Ende des dritten Viertels, wo Ludwigsburg viel zu viele Freiwürfe bekommen hat und damit wieder zurück im Spiel war. Am Ende sind es dann Kleinigkeiten. Wir wissen, dass ihre Qualitäten im Eins-gegen-Eins liegen und sie toughe Würfe treffen, das haben sie gemacht.“ – Marcel Keßen.
Eva Birkelbach
MLP Academics Heidelberg
Medien und Kommunikation