Die MLP Academics Heidelberg verlieren auswärts mit 82:94 (Q1 26:24 / Q2 12:21 / Q3 20:21 / Q4 24:28) beim Tabellenfünften aus Bonn. Topscorer der Heidelberger wird DJ Horne mit 17 Punkten, acht Assists und vier Rebounds. Bereits am kommenden Ostersonntag steht für die Jungs vom Neckar das nächste Heimspiel an. Tip-Off gegen die ROSTOCK SEAWOLVES ist um 15 Uhr, Tickets gibt es online und an der Tageskasse, die 90 Minuten vor Spielbeginn öffnet. Alle Spiele der MLP Academics Heidelberg live und auf Abruf bei Dyn.
Die Heidelberger starten ohne Kevin McClain, der am Donnerstagmorgen aufgrund anhaltender Probleme im Sprunggelenk erfolgreich operiert wurde und für den Rest der Saison ausfällt, und ohne Dusan Neskovic, der aufgrund der Ausländerregelung nur von der Bank unterstützt. Die Jungs vom Neckar starten mit viel Energie, sind direkt hellwach und treffen ihre Würfe in den Anfangsminuten. Defensiv kommen die Baskets zu oft an die Freiwurflinie. Nach drei Minuten stehen die Heidelberger bereits bei vier Teamfouls, nur 30 Sekunden später schicken die Academics die Bonner mit dem fünften Foul an die Linie. Und dabei bleibt es nicht, nach sechs Minuten stehen die Heidelberger bei neun Fouls, die Bonner bei null – elf ihrer bis dato 17 Punkte haben die Hausherren an der Freiwurflinie erzielt.
Insgesamt spielen die Academics ein solides erstes Viertel, führen nach den ersten zehn Minuten mit zwei Zählern – und das obwohl durch einige Fehler und Foulproblematik noch Luft nach oben ist.

Zum Start in das zweite Viertel gelingt es zunächst nicht, diese Fehler abzustellen. Zu häufig kommen die Bonner zum Offensivrebound, zu viele zweite Chancen ermöglichen die Heidelberger damit. Die Baskets kommen deutlich besser aus der Viertelpause, legen einen 13:0-Lauf hin, während die Academics mit 0/5 von der Dreierlinie starten und Headcoach Carlo Finetti zu zwei schnellen Auszeiten zwingen. Den Jungs vom Neckar gelingt es anschließend, den Rückstand zu verkürzen, mit 2/10 Dreiern in diesem Spielabschnitt fehlt offensiv teilweise jedoch das nötige Glück, um die Partie zur Halbzeit noch enger zu gestalten. Dennoch sind die Academics zur Pause absolut in Schlagdistanz.
Mit einem 12:4-Lauf nach den ersten fünf Minuten holen sich die Academics nach einem Dreier von DJ Horne die Führung zurück und zwingen wiederum die Bonner zur Auszeit. Mit der Unterbrechung folgen erneut Nackenschläge für die Academics. Eben noch mit seinem Dreier gefeiert, holt sich DJ Horne zwei schnelle Fouls ab, sein viertes wird sogar als Unsportliches Foul gewertet und bringt den Bonnern zwei erfolgreiche Freiwürfe und drei weitere Punkte von Downtown. Wenige Augenblicke später der nächste Nackenschlag. Marcel Keßen muss nach zwei Technischen Fouls die Partie bereits im dritten Viertel vorzeitig beenden und fehlt den Academics unter dem Korb. Währenddessen holen sich die Baskets die Führung erneut zurück und stellen zwischenzeitlich auf plus Elf. Erneut lassen sich die Heidelberger davon nicht unterkriegen, bleiben weiter dran, generieren Stopps und verkürzen vor dem Schlussviertel auf acht Punkte Rückstand.
Zum Start in das vierte Viertel gelingt es nicht, den Rückstand aufzuholen, die Baskets haben meistens eine Antwort parat – spätestens, wenn es an die Freiwurflinie geht. Die Academics bleiben hartnäckig dran, glauben an sich, doch es wird nicht leichter, als nach Osun Osunniyi der zweite und somit letzte etatmäßige Center die Partie mit fünf Fouls vorzeitig verlassen muss. Und trotzdem geben die Heidelberger nicht auf, lassen die Köpfe nicht hängen, sondern lassen weiter alles auf dem Parkett. Bonn kontert allerdings jedes Heidelberger Aufbäumen, kann fast 40% der Punkte an der Freiwurflinie einsammeln und lässt die Academics nicht vorbeiziehen. Die MLP Academics Heidelberg verlieren mit 82:94 gegen die Telekom Baskets Bonn.
„Zunächst einmal herzlichen Glückwunsch an Bonn und insbesondere an Trainer Marko Stankovic. Ich finde, was sie in dieser Saison leisten, ist herausragend. Das Tempo, das sie im Angriff vorlegen, und die körperliche Präsenz, die sie über 40 Minuten aufrechterhalten können, sind wirklich beeindruckend. Ich bin zufrieden mit der Herangehensweise, die wir in jedem einzelnen Viertel gezeigt haben. Das war etwas, worauf wir in den zwei oder drei Tagen zwischen dem Spiel gegen Ulm und dem heutigen Spiel besonderen Wert gelegt haben, und ich glaube, das haben wir erreicht. Und zweitens hat uns Bonn natürlich bei den Rebounds dominiert. Wir wussten, dass Bonn in der easyCredit BBL bei den Offensivrebounds an erster Stelle steht. Und heute haben sie uns gezeigt, warum. Das Einzige, womit ich nicht so zufrieden bin, ist unsere Verteidigung: Zum ersten Mal in den letzten fünf Spielen lagen die Punkte, die wir in der Zone kassiert haben, über 25, und das ist etwas, woran wir als Team gearbeitet haben, um die Zone etwas besser zu schützen. Heute hat Bonn 30 Punkte in der Zone erzielt, was eine enorme Zahl ist.
Natürlich stammen viele dieser Punkte in der Zone aus zweiten Chancen, aber wir haben auch einige Punkte aus Eins-gegen-Eins-Situationen zum Korb kassiert. Wir wissen genau, wie unsere Situation aussieht. Wir müssen bis zum Schluss kämpfen. Und genau das werden wir tun. Egal, wie viele Spiele und wie viele Siege zwischen uns und dem rettenden Ufer liegen. Aber dies ist eine Mannschaft, die meiner Meinung nach im letzten Monat Charakter, Stolz und Seele gezeigt hat – in unserer Seele brennt noch immer ein Feuer, und das ist das Wichtigste. Jetzt müssen wir uns auf jeden Fall so schnell wie möglich und so gut wie möglich erholen, und dann werden wir uns auf unser Heimspiel gegen Rostock vorbereiten.“ – Carlo Finetti, Headcoach der MLP Academics
„Glückwunsch an Bonn, sie haben jeden Schlag, den wir ihnen verteilt haben, gekontert. Wir sind ziemlich gut ins Spiel gestartet, dann haben sie zurückgeschlagen. Sie sind eine gute Mannschaft und stehen nicht ohne Grund ganz oben in der Tabelle. Im dritten Viertel haben wir erneut zugeschlagen, sie haben wieder zurückgeschlagen – es war ein Spiel voller Höhen und Tiefen. Man hofft einfach, im vierten Viertel dranzubleiben und ein paar gute Spielzüge zu zeigen, aber sie haben mehr gute Spielzüge gezeigt als wir.“ – Ryan Mikesell
Eva Birkelbach
MLP Academics Heidelberg
Medien und Kommunikation