Die MLP Academics Heidelberg wahren im ersten von drei Entscheidungsspielen ihre Chancen auf den Klassenerhalt und gewinnen mit 80:75 (Q1 20:16 / Q2 21:18 / Q3 17:23 / Q4 22:28) gegen den SYNTAINICS MBC. Erneut ohne DJ Horne (Kapselverletzung am Daumen) und Kevin McClain (Sprunggelenk) avanciert ein starker Marcel Keßen mit 17 Punkten, fünf Rebounds, drei Assists und zwei Steals zum Topscorer. Weiter geht es bereits mit dem nächsten Entscheidungsspiel am Donnerstag, den 7. Mai, um 20 Uhr auswärts bei Science City Jena. Alle Spiele der MLP Academics Heidelberg live und auf Abruf bei Dyn.
Die Jungs vom Neckar starten genau so, wie man es in dieser Situation erwarten würde. Viel Intensität, Hustle und Emotionen. Vor allem am offensiven Brett sind die Academics sehr aktiv, führen schnell mit 9:2 und zwingen den MBC zu einer frühen ersten Auszeit. Defensiv macht man es den Gästen ebenfalls schwer, zwingt die Weißenfelser zu schwierigen Abschlüssen und erlaubt in den ersten zehn Minuten einer der besten Offensivmannschaften der Liga lediglich 16 Zähler.
Wie viele Emotionen in diesem Spiel stecken, sieht man immer wieder in unterschiedlichsten Aktionen. Eric Reed Jr. lässt seinen Emotionen beispielsweise kurz vor Ende des ersten Viertels freien Lauf, nachdem er Charles Callison zu einem Not-Wurf zum Ende der 24-Sekunden-Uhr zwingt.

Die Academics haben in dieser Partie größtenteils Oberhand, zeigen immer wieder gute Aktionen. Vor allem Mateo Seric hat ein heißes Händchen, verwandelt Mitte des zweiten Viertels erst den Turnaround Jumper und trifft direkt im Anschluss nach Steal von Ryan Mikesell den Dreier, womit er Weißenfels erneut zur Auszeit bewegt. Kurz nach dieser Auszeit muss Mateo jedoch mit seinem frühen dritten Foul vorerst auf der Bank Platz nehmen.
Die Academics spielen mit viel Energie, rebounden gut und können immer wieder gute Aktionen in Transition generieren. Im Halbzeitinterview bei Dyn macht Mateo Seric deutlich, dass es darauf ankommt, genau so nach der Pause weiterzumachen und verdeutlicht „Die ersten fünf Minuten sind ausschlaggebend“. Die Heidelberger kassieren in diesen ersten fünf Minuten zu Beginn jedoch einen 8:14-Lauf, der MBC übernimmt die Führung und schafft es, die Fehler der Academics immer wieder auszunutzen.
Doch die Jungs vom Neckar geben sich nicht auf, kämpfen sich erneut heran, holen sich erneut die Führung zurück und gehen mit einem hauchdünnen 58:57 in das Schlussviertel. Und in diesem findet der MBC in den Anfangsminuten sein Händchen von außen. Vier der ersten sechs Dreier finden den Weg in ihr Ziel, es bleibt unfassbar eng, unfassbar spannend. Kein Team kann sich absetzen. Die Academics kämpfen sich angefeuert von einem unfassbar lautem SNP dome erneut zurück, geben sich nicht auf und sind in den Schlusssekunden nach defensivem Stopp und zwei nervenstarken Freiwürfen von Marcel Keßen mit drei Zählern in Front. Michael Weathers lässt nach Steal zwei weitere Freiwürfe folgen, gibt sich keine Blöße und bringt den SNP dome vor der folgenden Auszeit nochmal richtig auf Betriebstemperatur. Am Ende reicht es zu diesem überlebenswichtigen Sieg. Beide Teams treffen in den Schlusssekunden ihre Freiwürfe, die MLP Academics Heidelberg lassen sich nicht mehr einholen, gewinnen mit 80:75 und halten ihre Chancen auf den Klassenerhalt weiter am Leben.
„Ich war von Anfang an stolz. Nach dem Spiel gegen ALBA BERLIN war ich stolz. Das ist eine Truppe, die in den letzten zwei Monaten hart gearbeitet und jeden Tag ihr Bestes gegeben hat. Was ich von ihnen in Sachen Einsatz, Intensität und mentaler Stärke verlange, ist nicht leicht zu bewältigen. Die Art und Weise, wie sie täglich darauf reagieren, ist hervorragend. Das ist genau die Einstellung, die man braucht. Natürlich hatten wir auch unsere schlechten Momente, aber das gehört in diesem Geschäft dazu. Wären wir stabil, würden wir wahrscheinlich nicht auf den letzten beiden Plätzen stehen. Jetzt werden wir uns so schnell wie möglich erholen, uns morgen in der Halle treffen und das durchgehen, was wir brauchen.“ – Carlo Finetti, Headcoach der MLP Academics.
„Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft und finde, wir haben viel Charakter gezeigt heute. Wir hatten auch schlechte Phasen, haben dumme Turnover gehabt, aber wir haben es geschafft, den Schalter umzulegen. Wir haben die Fehler weggelassen, gute Rebounds geholt und waren am Ende auch souverän von der Freiwurflinie. Was ich auf jeden Fall auch noch sagen muss ist, dass die Fans komplett gestört waren heute. An einem Montagabend haben die komplett abgerissen und das hilft uns einfach enorm. Deswegen sage ich nur: Wir werden jetzt unsere Aufgabe in Jena machen und dann brauchen wir alle am letzten Spieltag hier gegen Vechta.“ – Marcel Keßen
Eva Birkelbach
MLP Academics Heidelberg
Medien und Kommunikation