10. März 2026

Courtgeflüster mit Alex Vogel

Die Mannschaft hat den Abstiegskampf angenommen. Das hat der Sieg und die Art und Weise des Erfolgs in Trier gezeigt. Wir trainieren seit zwei Wochen auf einem sehr hohen Level, haben viel Competition im Training und die Intensität deutlich erhöht. Von der Energie und der defensiven Leistung stabilisieren wir uns. Das muss unsere Identität sein und ist zudem für uns der einzige Weg zum Klassenerhalt.

Schon gegen Alba Berlin hatten wir in den ersten 15 Minuten die richtige Herangehensweise. Bis zum Stand von 26:26 haben wir defensiv kaum Fehler gemacht, allgemein mit einem unheimlichen Willen agiert. Leider hatten wir über das gesamte Spiel offensiv einen sehr schwachen Tag, haben den Ball zu häufig weggeworfen und auch viele einfache Korbleger vergeben. Berlin hat das ab einem gewissen Punkt gnadenlos ausgenutzt und so wurde es hintenraus gerade ergebnistechnisch unschön.

Trotzdem haben wir ins im Anschluss an die Partie gesagt, dass der eingeschlagene Weg der richtige ist, wir nun zusammenbleiben und weiter hart arbeiten müssen. Dies ist dann zwischen den beiden Spielen auch passiert. Das Training am Sonntag vor dem Trier-Spiel war sehr gut. Mannschaft und Trainerteam haben sich fokussiert auf die Partie in Trier vorbereitet.

Die gezeigte Leistung und der entsprechende Erfolg bei einem der offensivstärksten Teams der Liga war der verdiente Lohn für die harte Arbeit. Über 33 Minuten haben wir eine sehr reife und starke Leistung geboten. Defensiv hatten wir einen guten Gameplan gegen Jordan Roland, den Top-Scorer der Liga. Ich kann mich an keinen offenen Dreier von ihm erinnern. Wir hatten durchgehend Druck am Ball, haben als Team gemeinsam verteidigt, den Gegner zu vielen Ballverlusten gezwungen und defensiv gut gereboundet. Offensiv hatten wir im Vergleich zum Berlin-Spiel deutlich mehr Struktur und konnten uns so viele gute Würfe herausspielen. Übrigens auch in den letzten sieben Minuten. Leider hat bei uns in dieser Phase das Zittern begonnen. Auch qualitativ gute Abschlüsse sind nicht mehr gefallen. Am Ende haben wir das Spiel in meinen Augen allerdings verdient gewonnen.

In Hamburg wartet auf uns eine sehr harte Aufgabe. Die Niederlage kurz vor Weihnachten nach Verlängerung tut noch immer weh. Wir müssen uns weiter auf uns konzentrieren, werden uns bestmöglich auf die Partie vorbereiten und dann alles daran setzen, den nächsten Sieg zu holen.