Aufklappen
18. Dezember 2017

Herren II: Kein Problem mit Haller Zonenverteidigung

Der USC Heidelberg II hat in der 2. Regionalliga die Hinrunde mit einem Sieg abgeschlossen. Die Mannschaft von Albin Mauz besiegte die TSG Schwäbisch Hall 93:83 – und überwintert damit auf Tabellenrang vier.    

Die Vorzeichen vor dem Heimspiel gegen die „Flyers“ aus Schwäbisch Hall waren für die Hausherren gut: Die Rotation wurde durch die Rückkehr von David Aichele – er hatte an einem Bänderriss laboriert – um 212 Zentimeter reicher, die Moral war gut und der bisherige Saisonverlauf hatte gezeigt, dass die Mannschaft durchaus gefährlich von jenseits der 6,75 Meter Linie agierte. Vor allem letzteres sollte gegen die liga-weit berüchtigte Zonenverteidigung der Haller wichtig werden.

Anfänglich hatten die Kurpfälzer aber mit genau dieser Zonenverteidigung sowie den daraus resultierenden Fastbreaks ein Problem. Heidelberg fand nicht zu seinem Spiel, die schwäbisch-fränkischen Gäste dafür umso mehr. Ein ums andere Mal nutzten sie die Unzulänglichkeiten der Hausherren aus, sodass Albin Mauz in der ersten Viertelpause durchaus intensiv seine Schützlinge zur Besserung antrieb (18:27,10. Spielminute).

Ab dem zweiten Viertel fruchteten die taktischen Stellschrauben, an denen der 30-Jährige gezogen hatte. Der USC Heidelberg II spielte in der Offensive den teamdienlichen Extrapass, sodass sich teils äußerst freie Wurfgelegenheiten auftaten. Allen voran Christoph Rupp und Jakob Schöpe wussten diese Freiheiten aus der Distanz für sich zu nutzen, zudem erzielte Lukas Rosenbohm mehrere Punkte in Korbnähe. Die Flyers versuchten den Lauf der Gäste mit Härte und Erfahrung zu stoppen. Dies misslang zwar nicht gründlich, wohl aber so sehr, dass Heidelberg bis zur Halbzeitpause das Spiel gedreht hatte (50:46, 20.).

Schöpe macht das beste Spiel seiner Karriere

Der sehenswerte Turnaround fand auch nach der Pause vor rund 60 Zuschauern seine Fortsetzung. Der USC bestimmte Tempo und Taktzahl und hatte den spätestens zu diesem Zeitpunkt überragenden Jakob Schöpe auf seiner Seite. Der 18-Jährige zeigte gegen Schwäbisch Hall sein Können und machte das beste Spiel seiner Karriere. Der Guard versenkte seine Dreipunktversuche, schloss in Korbnähe ab und bediente seine Mitspieler – und sollte am Ende der Partie mit 31 Zählern zum Topscorer der Partie avancieren. Vorerst reichte diese Performance jedoch nicht, um das Spiel endgültig zu entschieden (75:63, 30.).

Foto: Jakob Schöpe war von keinem der Gäste zu stoppen. Hier versucht es Igor Salamun vergeblich. Foto: Reiner Herbold.

Diese Entscheidung gab es dann erst gegen Ende des letzten Viertels. Denn Schwäbisch Hall hielt auch trotz des sich abzeichnenden Heidelberger Sieges dagegen. Während bei den Kurpfälzern die Trefferquote wieder sank, gelang es den Gästen hierdurch das Spiel offen zu halten. Die sprichwörtliche Butter ließen sich die Mauz-Schützlinge aber dennoch nicht vom Brot nehmen – und freuten sich am Ende zurecht über den neunten Saisonsieg, bei welchem nicht nur Schöpe mit 31 Punkten, sondern auch Rupp (23) und Lukas Rosenbohm (19) gut aufgelegt waren.