10. Oktober 2026

Erste Saisonniederlage gegen Wolmirstedt

Die MLP Academics Heidelberg verlieren gegen die SBB Börde Baskets ihr erstes Spiel in dieser Saison mit 74:85 (Q1 20:32 / Q2 23:18 / Q3 21:19 / Q4 10:16). Topscorer der Academics werden Chuck Harris und Cantia Rahming mit jeweils 14 Punkten. Nächstes Wochenende geht es für die Jungs vom Neckar zum Derby nach Karlsruhe. Tip-Off bei den PS Karlsruhe LIONS ist am Samstag, den 17. Oktober, um 19:30 Uhr. Alle Spiele sowie alle Highlights der MLP Academics gibt es bei Sporteurope.TV.

Offensiv nicht zu stoppen

Ohne Niklas Würzner (persönliche Gründe) und weiterhin ohne Dominic Vengert (gebrochene Nase) schlucken die Jungs vom Neckar in den ersten Sekunden einen schnellen Dreier der SBB Börde Baskets, können in der Folge jedoch einen kleinen 8:0-Lauf starten und sich in Front bringen. Wolmirstedt kontert jedoch ihrerseits mit einem 9:0-Lauf, zwingt Headcoach Carlo Finetti zur ersten Auszeit des Spiels und sorgt für einen erneuten Führungswechsel. Die Auszeit bringt jedoch nicht den gewünschten Effekt, Wolmirstedt ist giftiger, physischer und wacher. Die Gäste kommen immer wieder zu Punkten, spielen schön zusammen und finden häufig den Durchstecker für einfache Punkte in der Zone. Auch defensiv sind die Baskets immer einen Schritt schneller und provozieren alleine im ersten Viertel sechs Heidelberger Ballverluste. Sieben erfolgreiche Dreier bei neun Versuchen sorgen dann für eine erste deutlichere 32:20-Führung nach den ersten zehn Minuten.

Rückstand verkürzt

Schritt für Schritt, Punkt für Punkt kämpfen sich die Academics zurück in diese Partie. Offensiv ist nun auch das nötige Quäntchen Glück auf Heidelberger Seite, während die Jungs vom Neckar defensiv deutlich intensiver agieren und mehr Druck ausüben. So wird ein zwischenzeitlicher 18-Punkte-Rückstand wieder in den einstelligen Bereich gebracht, was auch die Fans auf den Rängen zurück in die Partie holt. Aus Sicht der Heidelberger gelingt es, diesen einstelligen Rückstand in die Halbzeitpause zu nehmen und nicht abreißen zu lassen. Es bleibt jedoch ein harter Kampf. Immer dann, wenn die Academics aufholen und einen kleinen Run starten, kontern die Gäste mit einem eiskalten Dreier und schaffen es so auch immer wieder, die Stimmung im SNP dome herunterzukühlen. Gegen Ende des dritten Viertels kommen die Academics auf 62:64 heran, schaffen es jedoch in drei aufeinanderfolgenden Ballbesitzen nicht, den Rückstand weiter zu verkürzen oder die Führung zu übernehmen. Mit 64:69 geht es ins Schlussviertel.

Es bleibt für die Hausherren insgesamt ein gebrauchter Tag. Der Ball will zu oft nicht so, wie die Heidelberger wollen. Nahezu jeder Roller entscheidet sich dafür, wieder aus dem Korb herauszurollen, Freiwürfe wollen nicht fallen, ein Fuß steht knapp im Aus und zu oft lassen die Academics kleinere Schwächephasen der Baskets ungenutzt. Die Gäste bauen die Führung im Schlussviertel aus, sind in entscheidenden Momenten da und an diesem Abend einfach besser als die Heidelberger. Am Ende verlieren die Academics ihr erstes Spiel der Saison und müssen sich den SBB Börde Baskets mit 74:85 geschlagen geben.

Stimmen zum Spiel

„Gratulation an unseren Gegner. Sie haben uns vor allem in der ersten Halbzeit überspielt – deshalb haben sie den Sieg verdient. Die Analyse des Spiels ist für uns ziemlich einfach. Sie haben in den ersten elf Minuten 38 Punkte erzielt, was für die Art und Weise, wie wir Basketball spielen wollen, absolut inakzeptabel ist, aber das geht auf meine Kappe. Ich habe es nicht geschafft, meinen Spielern klarzumachen, wie das Spiel verlaufen würde. Daran werden wir auf jeden Fall arbeiten, denn das kann ein entscheidender Schritt in unserem Entwicklungsprozess sein. Was wir außerdem anmerken müssen: Wir haben im Grunde zwei Viertel gewonnen, das zweite und das dritte, was in gewisser Weise positiv ist. Das bedeutet, dass der Einsatz in der Mitte des Spiels einigermaßen akzeptabel war. Wenn man den Gegnern in den ersten elf Minuten auf dem eigenen Parkett 38 Punkte zugesteht, ist das ein Problem.“ – Carlo Finetti, Headcoach der MLP Academics

„Natürlich gibt es noch viel, woran wir arbeiten müssen. Die Saison hat gerade erst begonnen, und ich denke, im weiteren Verlauf werden wir Lösungen für diese Probleme finden. Viele wissen, dass man am Ende der Saison seinen besten Basketball spielen will. Tag für Tag – das ist unsere Einstellung. Heute war einfach nicht unser Tag, aber ich glaube, wir werden in Zukunft eine gute Antwort darauf finden.“ – Cantia Rahming

Eva Birkelbach
MLP Academics Heidelberg
Medien und Kommunikation

Zuschauer:innen: 2524
MLP Academics Heidelberg – Basketball mit Zukunft