Süßes oder Saures? Für die MLP Academics Heidelberg oder die Kreisbau Kirchheim Knights wird Halloween eine saure Angelegenheit. Die Jungs vom Neckar reisen am Samstag, den 31. Oktober, zum ungeschlagenen Tabellenführer. Tip-Off bei den Knights ist um 18 Uhr. Alle Spiele sowie alle Highlights der MLP Academics gibt es bei Sporteurope.TV.
Mit den Kreisbau Kirchheim Knights treffen die Jungs vom Neckar nicht nur auf dem Vize-Meister der abgelaufenen ProA-Saison, sondern auch auf den ehemaligen Arbeitgeber von Chuck Harris. Der US-Guard wechselte vor ziemlich genau einem Jahr nach Kirchheim und kämpfte sich mit den „Rittern“ bis ins Finale.
Im Sommer gab es bei den Knights einen kleineren Umbruch. Headcoach Igor Perovic, der seit 2020 Trainer in Kirchheim ist, hat mit Tyrel Morgan und Nicolas Bretzel noch zwei Akteure aus der letzten Saison im Kader. Neu dabei sind einige Spieler, die bereits Erfahrung in der easyCredit BBL vorzuweisen haben. Johannes Patrick wurde von den MHP RIESEN Ludwigsburg geholt, Christoph Philipps lief bereits in Ulm, Hamburg, Tübingen und Frankfurt auf und tritt nach viel Verletzungspech nun in der ProA an. Adrian Worthy sucht nach der letzten Saison bei den Basketball Löwen Braunschweig ebenfalls eine neue Herausforderung in der ProA.
Für Paul Zipser gibt es ein Wiedersehen mit einem alten Bekannten. Julius Wolf, der vorher drei Saisons für die Nürnberg Falcons spielte, kennt Paul bereits seit Kindheitstagen. Sein Vater Horst Wolf spielte früher für den USC Heidelberg und erreichte 1994 zusammen mit Dieter Zipser den Aufstieg in die 2. Liga.
Auf den Import-Positionen spielt das Trio aus Philip Alston, Tyrel Morgan und Desmond Watson bisher groß auf und erzielt gemeinsam im Schnitt 52,2 der insgesamt 96,7 Kirchheimer Punkte. Watson ist dabei mit 20 Zählern pro Partie der Topscorer der Knights.
Blickt man auf die bisherigen Ergebnisse bei den Schwaben, findet man in sechs Spielen keine einzige Niederlage: 87:58 gegen die SBB Börde Baskets, 94:85 in Ulm bei der OrangeAcademy, 104:75 in Bayreuth, 92:65 bei den Nürnberg Falcons, 100:82 gegen die Paderborn Baskets und zuletzt 103:99 in Essen.

Jeweils durchaus High-Scoring-Spiele, Kirchheim erzielt im Schnitt fast 100 Punkte pro Partie und erlaubt 77,3 gegnerische Zähler. Die Heidelberger erzielen mit 85,5 Punkte knapp zwölf Zähler weniger, erlauben mit 71,5 Punkten jedoch auch eine geringere Ausbeute bei ihren Gegnern.
Für Assistant Coach Gabriele Grazzini geht es in der Partie gegen Kirchheim auch um den Entwicklungsprozess, dennoch ruft er ein klares Ziel aus: „Kirchheim ist derzeit die formstärkste Mannschaft der Liga. Das zeigen nicht nur die Ergebnisse, sondern vor allem ihr flüssiges Zusammenspiel und die gut eingespielten Abläufe. Für uns wird es ein wichtiger Test, um zu sehen, wo wir in unserer Entwicklung stehen. Gleichzeitig wollen wir nicht nur unsere Fortschritte messen: Wir fahren nach Kirchheim mit dem Anspruch, das Spiel zu gewinnen – aus Respekt vor der Arbeit, die wir jeden Tag leisten, vor uns selbst und vor unseren Fans.“
Eva Birkelbach
MLP Academics Heidelberg
Medien und Kommunikation