13. September 2026

MLP Academics ärgern Oldenburg trotz Niederlage

Die MLP Academics Heidelberg ärgern den Favoriten aus Oldenburg in der ersten Runde des Netto BBL Pokals lange, müssen sich am Ende jedoch mit 63:82 (Q1 16:22 / Q2 19:15 / Q3 20:23 / Q4 8:22) geschlagen geben. Topscorer der heute in schwarz spielenden Heidelberger wird Frank Champion mit 17 Punkten, dicht gefolgt von 15 Zählern von Chuck Harris, der außerdem fünf Assists beisteuert. Bis zum Saisonstart in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA müssen sich alle Fans der Jungs vom Neckar noch ein wenig gedulden. Am kommenden Sonntag, den 20. September, testen die Academics ein letztes Mal in der Saisonvorbereitung um 17 Uhr in Kirchheim, anschließend steht am 26. September um 19:30 Uhr der 1. Spieltag auswärts bei den Tigers Tübingen an.

Physischer Beginn

Was ein Pflichtspiel von einem Testspiel unterscheidet, ist in den ersten Spielminuten dieser Partie von Beginn an deutlich zu sehen. Physis, Intensität und Schnelligkeit haben deutlich angezogen, die Jungs vom Neckar brauchen einen Moment, um sich daran zu gewöhnen und so gehen die Favoriten aus Oldenburg zunächst in Führung. Nach einem schön herausgespielten Dreier von Joschka Ferner aus der Ecke zum 14:17 sind es jedoch die Baskets, welche die erste Auszeit der Partie nehmen. Die Führung bleibt nach dem ersten Viertel auf Oldenburger Seite, die Academics bleiben jedoch hartnäckig dran.

Der Start in das zweite Viertel gehört anschließend den Hausherren, die nach einem Dreier von Paul Zipser und Korbleger von Lorenz Brenneke erstmals die Führung übernehmen können und dafür sorgen, dass sich vor heimischem Publikum ein munteres Spiel entwickelt. Die Baskets können immer wieder ihre Physis in der Zone ausnutzen und sich dort zweite Chancen erarbeiten, die sich aus Sicht der Heidelberger vermeiden lassen sollten. Doch offensiv finden die Academics immer wieder Lösungen, spielen schön zusammen, zeigen einige sehenswerte Pässe und bleiben so auch zur Halbzeit an den favorisierten Oldenburgern dran – 35:37.

Heidelberg Hell

Die Gäste kommen zunächst besser aus der Pause, doch die Heidelberger zeigen eine wirklich gute Partie, können immer wieder Bälle abfangen und offensiv gute Aktionen starten. Vor allem Chuck Harris und Niklas Würzner dirigieren das Heidelberger Spiel souverän und mit viel Übersicht. Der Dreier fällt in der zweiten Halbzeit deutlich besser, jede defensive Aktion wird bejubelt und so dauert es nicht lange, bis Heidelberg Hell endgültig in der neuen Saison angekommen ist.

Die Jungs vom Neckar spielen über weite Strecken ein ganz starkes drittes Viertel. Die Heidelberger übernehmen zwischenzeitlich die Führung, können diese aber nicht mit ins Schlussviertel nehmen, bleiben aber mit 55:60 weiter auf den Oldenburger Fersen. Vor allem Nate Johnson ist bei den Baskets nahezu gar nicht zu stoppen, steht nach drei gespielten Vierteln bereits bei 26 Punkten.

Im Schlussviertel müssen die Heidelberger am Ende abreißen lassen. Wie schon gegen Frankfurt und Trier zeigen die Academics erneut eine gute Leistung gegen einen Erstligisten, zeigen ihr Potential mehrfach, am Ende reicht es jedoch nicht für den Upset. Die MLP Academics Heidelberg ärgern den Favoriten lange und verabschieden sich erhobenen Hauptes mit einer 63:882-Niederlage aus dem Netto BBL Pokal.

Stimmen zum Spiel

„Herzlichen Glückwunsch an Oldenburg und an Headcoach Milenko. Ich finde, angesichts ihrer Leistung in den letzten 15 Minuten haben sie es zweifellos verdient, die erste Runde zu überstehen. Für uns ist es natürlich wichtig, die positiven Aspekte unserer Leistung auf dem Platz mitzunehmen. Ich denke, 25 Minuten lang haben wir fast auf dem Niveau einer BBL-Mannschaft gespielt, manchmal sogar besser, um ehrlich zu sein. Aber das reicht nicht aus. Wir dürfen nicht komplett abschalten, wenn es mal nicht so läuft, wie wir es uns vorstellen. Jetzt haben wir viele klare Punkte, an denen wir in den nächsten zwei Wochen arbeiten werden, um auf unseren Saisonauftakt in Tübingen vorbereitet zu sein.“ – Carlo Finetti, Headcoach der MLP Academics

“Ich denke, wir waren drei Viertel lang die bessere Mannschaft und haben einen sehr guten Job gemacht. Hinten raus sind uns die Energiereserven ausgegangen, es wurde uns auch nicht einfach gemacht. Ich bin trotzdem stolz auf die Mannschaft, wir haben uns über weite Strecken sehr gut präsentiert.“ – Niklas Würzner

Eva Birkelbach
MLP Academics Heidelberg
Medien und Kommunikation

Zuschauer:innen: 2644
MLP Academics Heidelberg – Basketball mit Zukunft