In unserem Format “Starting Five“ stellen wir jeweils einem Spieler fünf Fragen. Vier davon abseits des Basketballfeldes und die fünfte ist immer die gleiche Abschlussfrage. Weiter geht es mit Marcel Keßen.

Ohhh, mein bester Freund! Das wäre… boah… hmm. Also mein Lieblingscharakter ist Ace, das ist der Bruder von Ruffy, vom Hauptcharakter. Ja, ich glaube, er wäre auch mein bester Freund. Er ist einfach ein chilliger Typ, er hat’s drauf, hat das Herz am rechten Fleck und ist immer für dich da, wenn du ihn brauchst. Wenn du dich mal mit anderen Leuten anlegst, dann hat er deinen Rücken.
One Piece ist auch mein Lieblingskartenspiel, ich spiele sonst nichts anderes. Mehr will ich auch nicht, sonst wird es zu teuer (lacht).
Morgen-Routine.. erstmal aufstehen – das ist klar. Zwischen halb acht und halb neun. Dann versuche ich mein Bett zu machen, das habe ich mir angewöhnt und mache ich eigentlich jeden Morgen. Meistens dann erstmal einen Kaffee machen und Frühstück, da gibt es meistens das gleiche – Rührei und Reiswaffeln. Wenn ich dann in der Lernphase bin, dann mache ich noch eine Stunde oder anderthalb Uni und dann geht es ab zum Training.
Und Journaling, mittlerweile nicht mehr jeden Tag, weil ich mich dazu nicht zwingen möchte. Ich schriebe nur dann, wenn mir danach ist, also ich würde sagen so zwei, drei Mal die Woche.
Also der Verein ist mir sehr, sehr wichtig. Ich habe da den Großteil meiner Karriere verbracht, auch in der Ruhe. Ich würde die Iserlohn Kangaroos niemals vergessen, weil das mein erster Verein gewesen ist. Da habe ich auch Matthias das erste Mal gesehen. Das war so die erste Zusammenkunft, die wir da hatten. Da habe ich den Typen das erste Mal gesehen und dachte direkt ‘Damn Alter, wer ist das denn?‘. Da wusste ich auch noch nicht, dass er so eine krasse Legende ist.
Hagen an sich ist basketballerisch einfach ein geiler Standort mit geilen Fans, das wird auch immer so bleiben. Deswegen bin ich auch der Meinung, dass die in die erste Liga gehören. Ich freue mich natürlich auch immer wieder zurückkommen zu können. Ich werde immer herzlich empfangen, das bedeutet mir auf jeden Fall viel.
Ich glaube, was mir geholfen hat, ist einfach zu realisieren, dass es neben dem Basketball noch andere Dinge gibt, die mindestens genauso wichtig sind. Und auch einfach mal nach nem Training sagen ‘Ok, jetzt den Basketball zur Seite legen und auch mal mit etwas anderem beschäftigen‘, anstatt dich zu Hause den ganzen Tag verrückt zu machen von wegen ‘Ich hatte ein schlechtes Training oder ich hatte ein schlechtes Spiel‘. Ich glaube, das hat mir geholfen und auch einfach Kommunikation.
Ob jetzt Kommunikation mit mir selber halt, wir haben ja schon über Journaling gesprochen, das hilft auf jeden Fall. Oder auch Kommunikation mit den Teammates, dem Partner, der Familie. Ich glaube, das hilft einfach. Über die Dinge sprechen, die einen belasten. Und auch einfach immer dankbar zu sein. Es ist ein Privileg, dass wir das machen dürfen. Das ist kein normaler Job, wir gehen drei Stunden am Tag in die Halle und am Wochenende spielen wir vor mehreren tausend Leuten, die dich feiern – egal ob du mal einen schlechten Tag oder eine schlechte Woche hattest. Es ist einfach ein geiles Gefühl, das machen zu dürfen – und da einfach dankbar für zu sein.
Journaling ist da gerade in den schlechten Phasen das Tool, was mir am meisten geholfen hat.
Auf der Eins nehme ich Grayson Murphy, Point Guard von Bonn, mit dem habe ich ein Jahr zusammengespielt. Ich glaube, bester Point Guard, mit dem ich je zusammengespielt habe – auch, weil er mir gerne den Ball gepasst hat (lacht).
Auf der Zwei nehme ich Mike. Noch nie so einen kranken Verteidiger im Team gehabt und er ist auch einfach ein lustiger Kerl und geiler Teamspieler.
Auf der Drei nehme ich Rickey Paulding. Einfach eine Legende und auch einfach so ein bodenständiger und netter Kerl. Alle wissen, dass er einfach krass Basketball spielen konnte.
Auf der Vier nehme ich Niklas Kiel, guter Freund von mir immer noch. Nationalmannschafts-Kollege gewesen jahrelang, wir sind immer zusammen auf einem Zimmer gewesen. Er musste leider mit Basketball aufhören, aber macht sein Ding aber gerade als Personal Trainer echt extrem gut, er macht auch immer meine Pläne, also bin ich froh, dass er da ist.
Und auf der Fünf muss ich glaube ich Rasid Mahalbasic nehmen, weil er hat die Liga einfach aufgefressen. Egal was er gemacht hat, er hat alle aufgefressen im Low-Post und auch einfach sein Passpiel auf dem Low-Post ist überragend.
Die finale Starting Five von Marcel:
Eva Birkelbach
MLP Academics Heidelberg
Medien und Kommunikation