Die MLP Academics Heidelberg liegen im Heimspiel gegen die ROSTOCK SEAWOLVES von Anfang an zurück und verlieren nach einem schwachen zweiten Viertel deutlich mit 70:101 (Q1 22:32 / Q2 8:22 / Q3 17:22 / Q4 23:25). Topscorer der Heidelberger wird Ryan Mikesell mit 19 Punkten. Genau in einer Woche, am 12. April, reisen die Jungs vom Neckar zum nächsten Auswärtsspiel nach Frankfurt zu den SKYLINERS. Lautstarke Unterstützung ist dabei garantiert, Kollektiv Neckarkurve e.V. reist mit zwei vollen Fanbussen nach Mainhattan. Alle Spiele der MLP Academics Heidelberg live und auf Abruf bei Dyn.
Die Hausherren treten mit dem gleichen Kader wie zuletzt in Bonn an, also ohne Kevin McClain (Sprunggelenk) und Dusan Neskovic (Ausländerregelung). Die Rostocker starten mit heißem Händchen, treffen ihre ersten drei Würfe, während die Heidelberger zu Beginn glücklos beim Wurf sind. Das Resultat ist ein schneller 0:8-Rückstand und eine erste Auszeit nach eineinhalb Minuten für die Academics. Doch diese zeigt zunächst nicht die gewünschte Wirkung. Der Rückstand wächst auf 2:17, bevor die Heidelberger in das Spiel finden. Vier Stopps in Folge und etwas bessere Wurfquoten lassen den Rückstand Punkt für Punkt schmelzen. Nach den ersten zehn Minuten liegen die Jungs vom Neckar dennoch mit 22:32 zurück, weil Rostock zum einen starke Wurfquoten aufweist und die Academics zum anderen auf der Gegenseite vor allem aus dem Zwei-Punkte-Bereich zu viele Möglichkeiten liegenlassen.
Auch im zweiten Spielabschnitt verpassen die Academics den Start. Nach fünf Minuten stehen die Heidelberger weiterhin bei null Punkten, Rostock erzielt im Gegenzug zwölf Zähler und stellt somit schnell auf eine 22-Punkte-Führung. Die Jungs vom Neckar machen zu viele Fehler, werfen den Ball weg, verlieren das Rebound-Duell und nehmen zu viele schwierige Würfe, die ihren Weg ins Ziel heute nicht finden. Es ist in dieser ersten Halbzeit auf beiden Seiten zu wenig. Offensiv erzielen die Academics magere 30 Punkte, defensiv lässt man mit 54 Rostocker Zählern deutlich zu viel zu. Vor allem aus dem Feld sind die Unterschiede zur Pause am deutlichsten. Während Rostock 12/15 Würfe trifft, stehen die Heidelberger bei 6/17 aus dem Zwei-Punkte-Bereich.

Wie geht man mit einem so deutlichen Rückstand in die zweite Halbzeit? Headcoach Carlo Finetti spricht im Halbzeitinterview bei Dyn die fehlende Energie an und betont, dass es vor allem um das „wie“ geht. Anschließend schickt der Italiener eine auf zwei Positionen veränderte Starting Five auf das Parkett. Niklas Würzner und Mateo Seric sollen dafür sorgen, wieder mehr Energie auf das Feld zu bringen. Die Academics spielen ein deutlich besseres drittes Viertel und zeigen nach dem schwachen zweiten Viertel eine Reaktion, anstatt sich vollends aufzugeben. Dennoch ist die Hypothek aus der ersten Halbzeit einfach zu groß. Es gelingt nicht, den Rückstand zu verkürzen, auch der dritte Spielabschnitt geht an die Gäste aus Rostock.
Insgesamt ist es ein Spiel zum Vergessen aus Sicht der Heidelberger. Rostock trifft 85% ihrer Würfe aus dem Zweierbereich, verwandelt 16 Dreier und gewinnt das Rebound-Duell deutlich mit 45:27. Für die Academics ist es ein herber Rückschlag im Kampf um den Klassenverbleib und ein Dämpfer im Vergleich zu den vergangenen Leistungen, als man gegen Top-6-Teams mithalten und teilweise gewinnen konnte. Bereits am kommenden Sonntag, den 12. April, wartet um 15 Uhr die nächste Herausforderung bei den SKYLINERS aus Frankfurt. Bis dahin gilt es, aus der 70:101-Niederlage schnell die richtigen Schlüsse zu ziehen und den Blick nach vorne zu richten.
„Glückwunsch an Rostock. Sie haben ihren Basketballstil durchgesetzt: extrem körperbetont, mit starker Präsenz unter dem Korb, und das hat uns zugesetzt, vor allem in den ersten zehn bis zwölf Minuten, in denen wir im Angriff keine guten Lösungen finden konnten, was uns in gewisser Weise auch in der Verteidigung das Genick gebrochen hat. Jetzt haben wir einen Tag frei und dann tun wir das einzige, was wir tun können: Versuchen, besser zu werden und die Dinge zu korrigieren, die nicht funktionieren – und davon gibt es eine Menge, wenn man zu Hause mit 31 Punkten Unterschied verliert. Aber wir blicken nach vorne, denn wir haben ein wichtiges Spiel in Frankfurt vor uns, zu dem viele unserer Fans kommen werden, sodass ich mir ziemlich sicher bin, dass wir uns dort wie zu Hause fühlen werden, auch wenn wir in Frankfurt spielen.“ – Carlo Finetti, Headcoach der MLP Academics.
„Wir waren nicht da, waren nicht bereit. Das ist inakzeptabel, weil wir wissen, wie wichtig der Start in das Spiel ist. Wir dürfen die Mannschaft nicht heiß werden lassen und dann fangen wir mit 2:12 an und sie treffen 3/3 Dreier – klar sind sie dann heiß. Davon zurückzukommen, ist dann schwer, die Energie hat gefehlt, die Intensität hat gefehlt. Direkt nach dem Spiel ist es schwer, das zu analysieren.“ – Mateo Seric.
Eva Birkelbach
MLP Academics Heidelberg
Medien und Kommunikation