13. März 2026

MLP Academics mit schmerzhafter Niederlage in Hamburg

Die MLP Academics Heidelberg sind bei den Veolia Towers Hamburg von Anfang an in Rückstand, legen in den Schlussminuten eine tapfere Aufholjagd hin, können die Chancen zur Führung jedoch mehrmals nicht nutzen und verlieren am Ende mit 83:86 (Q1 21:25 / Q2 18:26 / Q3 21:20 / Q4 23:15) in der Hansestadt. Topscorer wird Michael Weathers mit 17 Punkten. Nach zwei Auswärtsspielen geht es für die Jungs vom Neckar am Samstag, den 21. März, um 18:30 Uhr zu Hause gegen den amtierenden Pokalsieger BMA 365 Bamberg Baskets weiter. Tickets für diese Partie gibt es online und in der Bahnhofstraße 34/1. Alle Spiele der MLP Academics Heidelberg live und auf Abruf bei Dyn.

Noch nicht wach genug

Ohne Eric Reed (krank) verpassen die Heidelberger anders als zu Beginn der Woche in Trier einen guten Start. Schnell liegen die Jungs vom Neckar mit 2:10 gegen wache, schnelle Hamburger zurück, nach drei Minuten nimmt Headcoach Carlo Finetti die erste Auszeit der Partie. Diese zeigt direkt die gewünschte Wirkung, ein 8:3-Lauf der Heidelberger sorgt wieder für ein engeres Spiel. Weil die Academics jedoch zu häufig einfache Körbe der Towers zulassen, geht es mit einem knappen Vier-Punkte-Rückstand in die erste Viertelpause.

Kein Glück von außen

Zu Beginn des zweiten Viertels feiert einer eine langersehnte Rückkehr: Erstmals seit dem 30. Dezember steht Samuell Williamson wieder für die Academics auf dem Parkett und feiert nach zweieinhalb Monaten sein Comeback. Doch auch Sam kann vorerst einen erneut schlechten Start in das Viertel nicht verhindern. Dank eines 9:2-Starts bauen die Towers die Führung erstmals zweistellig aus. Die Heidelberger verlieren zu häufig den Ball, stehen bereits nach 13 gespielten Minuten bei zehn Ballverlusten. Auch 1/13 Dreier in der ersten Halbzeit helfen nicht dabei, den Rückstand aufzuholen. Bei den Hausherren sind es sechs erfolgreiche Distanzwürfe, die ihren Anteil an der 51:39-Halbzeitführung der Hamburger haben. Dennoch geben sich die Academics nicht auf, finden auch in dieser Phase Antworten und schaffen es, einen zwischenzeitlichen 18-Punkte-Rückstand zur Pause deutlich zu verkürzen.

Step by Step

Im dritten Viertel bauen die Towers die Führung erneut vorerst aus, doch wieder finden die Academics Antworten und lassen die Gastgeber nicht vollends wegziehen. Doch erneut schaffen die Jungs vom Neckar es nicht, den Rückstand in einen einstelligen Bereich zu bringen. Dusan Neskovic beispielsweise hat in einem Angriff die Chance auf einen Acht-Punkte-Rückstand zu stellen, ist nicht erfolgreich, im Gegenzug trifft Hamburg einen Dreier und ist wieder auf 13 Punkte davon. Weil die Academics jedoch nicht lockerlassen, ist es kurz danach Marcel Keßen, der die Schallmauer durchbrechen kann und den Rückstand einstellig werden lässt. Die Heidelberger sind zwischenzeitlich auf sieben Punkte dran, doch auch die Hamburger kommen immer wieder zurück und gehen vor dem Schlussabschnitt wieder mit elf Zählern in Front.

Schmerzhafte Schlusssekunden

Und die schlechten Nachrichten reißen vorerst nicht ab. Nach nur einer Minute muss Michael Weathers mit seinem vierten Foul vorerst wieder auf der Bank Platz nehmen, im folgenden Angriff holt sich DJ Horne ebenfalls mit einem Offensivfoul sein viertes Foul ab. Was zuerst nach einem ernüchternden Schlussviertel aussieht, entwickelt sich schnell zur ultimativen Crunchtime. Die Heidelberger kommen Punkt für Punkt heran, verkürzen den Rückstand Minute um Minute und lassen die Hamburger sichtlich nervös werden. Mehrmals hat das Team von Carlo Finetti die Chance, erstmals in dieser Partie in Führung zu gehen, doch der Schalter lässt sich einfach nicht umlegen. Auch wenn am Ende nochmal ein wichtiger Dreier von Marcel Keßen fällt und die Academics 21 Ballverluste provozieren, gelingt der letzte Schritt einfach nicht. Mit 0,5 Sekunden auf der Uhr beim Stand von 83:83 trifft Devon Daniels einen eiskalten Dreier mitten ins Heidelberger Herz. Der letzte Dreier von Dusan Neskovic ist zwar erfolgreich, jedoch ganz knapp zu spät. Die MLP Academics Heidelberg verpassen nach einer tapferen Aufholjagd am Ende den Sieg und verlieren mit 83:86 bei den Veolia Towers Hamburg. Am Ende sind 2/20 Dreier zu wenig und 19 Ballverluste zu viel, um diese Partie für sich zu entscheiden.

Stimmen zum Spiel

„Zunächst einmal Glückwunsch an Hamburg zum Sieg. Ich denke, sie waren in den entscheidenden Momenten einfach einen Tick besser. Für uns gilt es jetzt, sobald wir zurück in Heidelberg sind, den Blick nach vorne zu richten. Wichtig wird sein, dort anzuknüpfen, wo wir in der zweiten Halbzeit defensiv standen – besonders im vierten Viertel, wo wir insgesamt deutlich stabiler verteidigt haben.“ – Carlo Finetti, Headcoach der MLP Academics.

„Es ist immer enttäuschend, Spiele zu verlieren. Vor allem wenn es am Ende so eng ist wie heute und man sich zurückkämpft. Wir haben in den Schlussmomenten einfach zu viele Fehler gemacht, die man nicht machen kann, wenn man gewinnen möchte.“ – DJ Horne.

Eva Birkelbach
MLP Academics Heidelberg
Medien und Kommunikation

Fotos: Dennis Fischer

Zuschauer:innen: 2889
MLP Academics Heidelberg – Basketball mit Zukunft