6. März 2026

MLP Academics mit zu wenig Offensive gegen Berlin

Die MLP Academics Heidelberg erwischen gegen ALBA BERLIN vor allem offensiv einen gebrauchten Tag, der sich auch mit Wille und Einsatz nicht gegen den Tabellenzweiten kompensieren lässt. Am Ende verlieren die Jungs vom Neckar mit 54:87 (Q1 12:18 / Q2 16:25 / Q3 11:25 / Q4 15:19) gegen die Albatrosse. Topscorer der Academics wird Ryan Mikesell mit zehn Punkten. Weiter geht es bereits am kommenden Montag, den 9. März, um 20 Uhr auswärts in Trier. Alle Spiele der MLP Academics Heidelberg live und auf Abruf bei Dyn.

Niedrige Trefferquoten verhindern besseren Start

Die MLP Academics Heidelberg starten gegen die Berliner groß mit Marcel Keßen und Osun Osunniyi in der Starting Five. Dazu betreten DJ Horne, Michael Weathers und Ryan Mikesell zu Beginn das Parkett. Verzichten müssen die Heidelberger in dieser Partie auf Samuell Williamson (Knie), Kevin McClain (Knie- und Sprunggelenksprobleme) und Erol Ersek (Handverletzung).

Es entwickelt sich in den Anfangsminuten ein low scoring game mit Fehlern auf beiden Seiten. Nach knapp vier gespielten Minuten leuchtet ein 4:4 auf der Anzeigetafel, anschließend startet ALBA einen 7:0-Lauf und bewegt Headcoach Carlo Finetti zur ersten Auszeit der Partie. Die Jungs vom Neckar können den Lauf der Albatrosse stoppen, belohnen sich offensiv jedoch zu oft nicht und gehen mit einer Trefferquote von 28% aus dem Feld und einem Sechs-Punkte-Rückstand in die erste Viertelpause.

Wille und Einsatz

Was bei den Academics in diesem Spiel vor allem auffällt, ist der Einsatz. Kein Ball wird aufgegeben, Mitte des zweiten Viertels sind die Heidelberger bereits bei acht Offensivrebounds gegen eine große Berliner Mannschaft. Angefeuert vom ausverkauften SNP dome wird um jeden Zentimeter, um jeden Vorteil gekämpft. Jede positive Aktion wird von der Bank und den Fans lautstark bejubelt. Die Academics können zwischenzeitlich auf 26:26 ausgleichen, doch die Berliner antworten mit einem 14:0-Lauf und spielen dabei ihre ganze Erfahrung aus, während die Academics gleichzeitig zu viele Chancen liegenlassen. Somit geht es aus Sicht des Heimteams mit einem zweistelligen Rückstand in die Halbzeitpause.

Jeder Fehler wird bestraft

Der Start in die zweite Hälfte misslingt aus Sicht der Academics vollkommen. Zwei Ballverluste bestrafen die Berliner mit fünf Punkten, stellen schnell auf +21 und sorgen dafür, dass die Heidelberger Auszeit nicht lange auf sich warten lässt.

Die Berliner nutzen jeden Fehler der Academics gnadenlos aus, allen voran Moses Wood, der vor dem Schlussviertel bereits bei 23 Zählern steht und von jenseits der Dreierlinie mit 6/8 Treffern besonders gut drauf ist. Die Jungs vom Neckar schaffen es hingegen nicht, die Hypothek aus den Berliner Läufen aufzuholen und laufen einem größer werdenden Rückstand hinterher.

Am Ende spielen die Berliner zu oft ihre Klasse aus, können zusammengerechnet 20 Punkte unbeantwortet erzielen, die Heidelberger zu 20 Ballverlusten zwingen und sich somit immer mehr absetzen. Mit der Schlusssirene leuchtet eine deutliche 54:87-Niederlage gegen den Tabellenzweiten auf der Anzeigetafel.

Stimmen zum Spiel

„Das Ergebnis ist etwas, worüber wir verärgert sind, aber nicht traurig. Wir wissen genau, wie unsere Situation ist und wo wir hinwollen. Ich übernehme die Verantwortung, dass wir auseinandergefallen sind, als die Dinge nicht wie erwartet liefen. Aber es ist für uns als Mannschaft auch wichtig zu verstehen, dass die ersten fünfzehn Minuten so gespielt wurden, wie wir spielen wollen. Vor allem in der Verteidigung ist es uns gelungen, eine Mannschaft, die in der Lage ist, viele Punkte zu erzielen, zu Beginn sehr in Schach zu halten. Jetzt starten wir morgen neu, bauen auf den guten Dingen auf, die wir in den ersten fünfzehn Minuten gemacht haben, und versuchen zu verstehen, wie wir zusammenhalten wollen, wenn es mal nicht so läuft. Herzlichen Glückwunsch an ALBA. Sie sind eine gut trainierte Mannschaft und stehen aus gutem Grund oben.“ – Carlo Finetti, Headcoach der MLP Academics

“Berlin war eindeutig die bessere Mannschaft, das zeigt auch das Ergebnis. Ich fand, wir hatten einige wirklich gute Momente, wir sind sehr gut gestartet, es war ein knappes Spiel. Aber dann haben sie sich am Ende des zweiten Viertels abgesetzt, und zu Beginn des dritten Viertels haben sie dann den Ton angegeben, mit diesen beiden wichtigen Dreiern, sodass wir eine Auszeit nehmen mussten. Dann konnten wir einfach nicht mehr zurückkommen. Hut ab vor ihnen, sie waren heute eindeutig die bessere Mannschaft. Wir hatten eine wirklich gute Trainingswoche, daher ist es ziemlich schade, diese Leistung zu zeigen, aber harte Arbeit garantiert einem nichts, man muss rausgehen und es sich verdienen.“ – Ryan Mikesell

Eva Birkelbach
MLP Academics Heidelberg
Medien und Kommunikation

Zuschauer:innen: 4521
MLP Academics Heidelberg – Basketball mit Zukunft