Zwei sehr emotionale Spiele und leider auch zwei sehr ärgerliche Niederlagen. Leider ersatzgeschwächt, hat das Team dennoch von der gesamten Herangehensweise auf die beiden schwachen Spiele in Braunschweig und gegen die Bayern eine ordentliche Reaktion gezeigt. In Würzburg hat uns ohne DJ, Sam, Mike und Dusan schlicht Qualität gefehlt. In Chemnitz waren wir dann bei einer sehr starken Mannschaft nur wenige Sekunden vom Sieg entfernt. Trotzdem – und das ist ganz wichtig zu betonen – stehen wir bei noch 13 verbleibenden Spielen vollkommen zurecht und verdient mit nur fünf Siegen auf dem 17. Rang. Diese Situation haben wir uns aufgrund verschiedener Aspekte selbst zuzuschreiben.
Die Art und Weise der vergangen zwei Partien gegen starke Gegner stimmt mich dennoch optimistisch, dass nun alle verstanden haben, wie wir im Abstiegskampf auftreten müssen. Das war vom Mindset her eine 180-Grad-Drehung zu den beiden Partien zuvor und zahlreichen weiteren Spielen im bisherigen Saisonverlauf. Behalten wir dies bei, werden wir gute Chancen auf den Klassenerhalt haben. Es gibt keine Ausreden mehr, jeder muss sich dem Teamgedanken und dem gemeinsamen Erfolg unterordnen.
Die Niederlage in Chemnitz tut weh. Nun ist es aber wichtig, die vielen positiven Dinge aus diesem Spiel mitzunehmen. Wir haben größtenteils sehr gut verteidigt (ohne zwei unserer besten Verteidiger), haben immer wieder Antworten auf Chemnitzer Läufe oder wichtige Würfe gefunden. Wir haben um jeden Ball gekämpft und sind als Einheit aufgetreten. Auch haben wir uns durch das Fehlen von DJ und Ryan in den Schlussminuten nicht aus der Ruhe bringen lassen. Am Ende war das Glück auf Chemnitzer und das Pech auf unserer Seite.
In den verbleibenden 13 Spielen müssen wir nun alles raushauen, beginnend mit dem Heimspiel gegen Alba Berlin. Insgesamt haben wir noch sieben Heim- und sechs Auswärtsspiele. Jede dieser Partien müssen wir wie ein Endspiel angehen. Wir haben die Qualität, die Klasse zu halten. Die Mannschaft wird nach ein paar freien Tagen ab kommender Woche hart arbeiten, um dann im Mai zusammen mit den Fans den Ligaverbleib hoffentlich feiern zu können.